„Letztes“ großes Netzwerktreffen von Willkommen in Löbtau

Am nächsten Mittwoch dem 15.11.2017 findet ab 19.00 Uhr im Kleinen Saal der Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Straße 30) das „letzte“ große Netzwerktreffen von Willkommen in Löbtau statt. Aber keine Angst, wir lösen uns nicht heimlich auf. Ab 2018 werden die Netzwerktreffen jedoch durch eine große jährliche Mitgliederversammlung und regelmäßige offene Orga-Treffen ersetzt.

Ende 2014 beschloss die Stadt Dresden, ein Übergangswohnheim für 40 Asylsuchende im Stadtteil Löbtau einzurichten. Als das Thema im zuständigen Ortsbeirat Cotta auf der Tagesordnung stand, zeigte sich unter vielen Bürger*innen eine ablehnende bis rassistische Haltung gegenüber den neuen Bewohner*innen des Stadtviertels. Daraufhin schlossen sich Kirchgemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, engagierte Einzelpersonen, Vereine und Parteien aus dem Stadtteil zusammen und gründeten das Nachbarschaftsnetzwerk Willkommen in Löbtau. Aus diesem anfangs losen Zusammenschluss von über 200 Menschen konstituierte sich basisdemokratisch und allein durch ehrenamtliches Engagement eine Willkommensinitiative, die Geflüchtete weit über die Stadtteilgrenzen hinaus in ihrem Integrationsprozess fördert und begleitet. In den letzten 3 Jahren organisierten sich Ehrenamtliche in bis zu 14 Arbeitsgruppen, die vom wöchentlichen Fußball spielen bis zur Hilfe bei der Arbeitssuche in den unterschiedlichsten Bereichen Geflüchteten und Neuankömmlingen einen Einstieg in unsere Gesellschaft ermöglichen.

Um dieses Engagement auch institutionell auf ein gutes Fundament zu stellen wurde jetzt ein Verein gegründet. Der Verein ‚Willkommen in Löbtau e.V.‘ ist weiterhin offen für jeden, ob Mitglied oder nicht, dem ein tolerantes und respektvolles Miteinander in der Nachbarschaft und der Stadt wichtig ist.

Wer Interesse hat mitzuwirken ist herzlich eingeladen am kommenden Mittwoch, 15.11.2017 19 Uhr zu unserem Netzwerktreffen in die Hoffnungskirche zu kommen. Dort könnt Ihr die Mitglieder und Arbeitsgemeinschaften des Netzwerkes kennen lernen, Erreichtes gemeinsam feiern, kommende Aufgaben diskutieren, Mitglied im Verein werden oder einfach mal reinschnuppern.

Offener Brief kritisiert die Wohnsitzauflage für anerkannte Geflüchtete

„Willkommen in Löbtau“ unterstützt die Kritik der Kontaktgruppe Asyl e.V. an der Wohnsitzauflage für anerkannte Geflüchtete. Diese Kritik wurde als offener Brief an Frau Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration formuliert.

Den offenen Brief und ein paar Hintergründe finden Sie unter den folgenden Links.

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„Willkommen in Löbtau“ erhält Dresdner Integrationspreis für AG „Ausbildung und Arbeit“

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert hat unser Netzwerk für die Arbeitsgemeinschaft „Ausbildung und Arbeit“ mit dem Dresdner Integrationspreis 2016 ausgezeichnet. Der Preis ehrt erfolgreiches Engagement für die Integration von Migrantinnen und Migranten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wurde am 20. Dezember 2016 zum ersten Mal vergeben. Gewürdigt werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten. Es ist eine große Ehre für unsere Arbeitsgemeinschaft und das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“, diesen Preis entgegennehmen zu dürfen. Wir freuen uns ganz besonders für die von uns gegenwärtig und zukünftig unterstützten Migrantinnen und Migranten über diese Anerkennung unseres gemeinsamen Engagements.

In der AG „Ausbildung und Arbeit“ laufen derzeit über 60 langfristige persönliche Patenschaften mit Geflüchteten aus mindestens elf Herkunftsländern, wobei neben Syrien (über 50%) insbesondere Somalia, Eritrea, Pakistan und Marokko vertreten sind. Das Alter reicht von 20 bis über 50 Jahre, die Schulbildung von Hauptschule bis Universitätsabschluss. In individuell angepasster Weise unterstützen die Pat/inn/en insbesondere die Erstellung von Lebensläufen und Bewerbungen, begleiten bei Behördengängen, unterstützen bei Telefonaten und Briefen, helfen bei der Vermittlung von Kontakten, der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Eignungstests oder beim Lernen für Berufsschule oder Studium. Während dieses Prozesses entsteht ein sehr persönliches Betreuungsverhältnis, bei dem auch in Aspekten des Asylverfahrens nach Möglichkeit geholfen oder an kompetente Stellen vermittelt wird.

Die ersten 11 Patenschaften für Geflüchtete aus Löbtau konnten im Mai 2015 bei einem Informationsabend in der Hoffnungskirche nach vorheriger Vernetzung mit mehreren Beratungseinrichtungen in Dresden geschlossen werden. Ihre heutige Größe erreichte die AG durch einen von Anja Hartner, Michael Kobel, Manuela Lang, Martin Mittelbach und Gesine Wegner organisierten öffentlichen Informationsabend im November 2015 im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Dabei konnten 30 weitere Pat/inn/en gewonnen werden und es entstanden Patenschaften mit fast 70 Geflüchteten aus verschiedenen Stadtteilen.

Die Zusammenarbeit mit anderen AGs (wie AG Sprache und AG Kochabend) innerhalb des Netzwerks „Willkommen in Löbtau“ bietet ideale Randbedingungen für regelmäßige Treffen und den Aufbau vertrauensvoller Kontakte zu den Geflüchteten. Über monatliche Stammtische zum Erfahrungsaustausch der Pat/inn/en und regelmäßige Informations- und Vernetzungsabende – auf der einen Seite mit Behörden, Beratungsstellen, Arbeitgebern, HWK und IHK und auf der anderen Seite mit Ehrenamtlichen und Unterstützungsnetzwerken – schafft sich die AG einen stetig wachsenden Pool an Erfahrungen und Kontakten. Im internen Wiki des Netzwerks werden wichtige Informationen und Kontaktadressen gesammelt.

„Das Projekt zielt darauf ab, die Geflüchteten zu befähigen, sich selbstständig in dem für sie ohne Hilfe schwer durchschaubaren Strukturen des deutschen Ausbildungssystems und Arbeitsmarkts zurechtzufinden.“, erklärt Michael Kobel, der die AG koordiniert. „Wir erfahren jeden Tag, wie bereichernd es sein kann, gemeinsam mit Mitmenschen aus verschiedensten Ländern zu versuchen, Herausforderungen zu meistern, die selbst uns oft noch nicht begegnet sind“. „Den Weg für erfolgreiche Integration bilden Sprache, soziale Kontakte und schließlich Ausbildung und Arbeit. Eine Begleitung in Patenschaften ist daher sehr gut geeignet, um geflüchtete Menschen wirksam zu unterstützen.“ so Martin Mittelbach weiter. Dies scheint zu funktionieren: bereits nach einem Jahr befinden sich ca. die Hälfte der betreuten Geflüchteten in Arbeitsgelegenheiten, Praktika, oder Arbeitsverhält­nissen und ca. 10% sogar schon in Ausbildung oder dauerhafter Anstellung. Alle anderen bereiten sich in Deutsch- oder Integrationskursen auf Ausbildung und Arbeit vor.

Eine Kontaktaufnahme mit der AG ist jederzeit über das Kontaktformular auf Seite „AG Ausbildung und Arbeit“ möglich.

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Zwei Jahre „Willkommen in Löbtau“ – aktiv werden leicht gemacht

Zum zweijährigen Bestehen zieht das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ Fazit und präsentiert seine neue Struktur. Auf einem Markt der Möglichkeiten haben NachbarInnen und BürgerInnen die Chance sich über die Arbeit der einzelnen AGs des Netzwerks zu informieren. Dazu lädt das Netzwerk interessierte Menschen am Mittwoch, den 02.11. ab 19:30 in die Hoffnungkirche Dresden-Löbtau ein.

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Nach zwei Jahren Erfahrung in der Arbeit mit geflüchteten Menschen durchläuft das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ einen strukturellen Wandel. Die meisten der Schutzsuchenden, die die Angebote des Netzwerks nutzen, sind mittlerweile gut in Dresden angekommen. Viele haben eine Arbeit aufgenommen und haben eigene Wohnungen. Auf diese Veränderung reagiert das Netzwerk mit einer Anpassung der Angebote und eine Veränderung der Organisationsstruktur.

Diese Neuerungen präsentiert „Willkommen in Löbtau“ am 02.11.2016 ab 19:30 Uhr in der Hoffnungskirche. Auf einem Markt der Möglichkeiten stellen sich die verschiedenen Arbeitsgruppen vor und wollen damit Menschen ansprechen, die Flüchtlinge bei Integration unterstützen wollen, aber noch keinen konkreten Einstieg gefunden haben. Die Möglichkeiten sind reichen dabei von einmaliger/punktueller Unterstützung bis zu festen Patenschaftsverhältnissen mit Geflüchteten. Folgende Arbeitsgruppen sind an dem Abend vertreten:

  • Ausbildung und Arbeit
  • Fußball
  • Sprache
  • Kochen
  • Spenden
  • Fahrrad
  • Garten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Antirassistische Bildungsarbeit
  • IT / Freifunk
  • Organisation

Das Netzwerk hofft durch neue Mitglieder die auch dringend benötigte Unterstützung bei der Integration auch weiterhin für möglichst viele Geflüchtete leisten zu können und freut sich über alle Gäste.

Pressekontakt:

kontakt@willkommen-in-loebtau.de

„Willkommen in Löbtau“ lädt zum Sommerfest am Sa, 18.07.2015 ab 17 Uhr

sommerfest_plakat_deLiebe Nachbarinnen und Nachbarn im Dresdner Westen,

das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“, die Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung und die  Bewohnern der Tharandter Straße 8 laden sehr herzlich zum Sommerfest ein!

Einige unserer geflüchteten Nachbarn begingen in den vergangenen Wochen den islamischen Fastenmonat Ramadan, der am kommenden Wochenende endet. Diesen Anlass möchten wir gemeinsam mit einem großen Festessen feiern!

Getränke sind vorhanden, das Buffet stellen alle Feiernden zusammen auf die Beine – wir freuen uns, wenn Sie etwas zum gemeinsamen Essen beisteuern können! Bitte berücksichtigen Sie bei der Wahl ihrer Speise, dass das Buffet vegetarisch sein soll.

Ab 18.30 Uhr sorgt die Band „BaranButz“ mit einer Mischung aus Balkan, Gypsy und Umza für musikalische Unterhaltung. Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen und auf ein Kennenlernen zwischen alteingesessenen und neuen Löbtauerinnen und Löbtauern!

Wann: Samstag, 18. Juli, ab 17 Uhr
Wo: Clara-Zetkin-Straße 30, Löbtau, im Garten der Hoffnungskirche

https://www.willkommen-in-loebtau.de/termine/sommerfest/

Plakat zum Sommerfest

Grillabend mit Geflüchteten in der Adventgemeinde

von Lars Uhlmann

Ein kleines Missverständnis in der Terminabsprache – trotz dessen geduldige Menschen vor dem Gemeindezentrum, die sich auf einen gemeinsamen Abend freuen. Nach einer halben Stunde des Wartens konnte die Tür zum Haus geöffnet und die drei mitgebrachten Grillpfannen angeheizt werden.

Schnell waren an diesem sonnigen Abend des 28. Mai auch Tische und Stühle vor der Garage im Freien aufgestellt. Wegen der geneigten Einfahrt allerdings war es nicht an jedem Tisch leicht, Teller und Tassen am Driften zu hindern. Spaß hilft beim Schwatzen in unterschiedlichen Sprachen. Das goldbraun gebruzelte Grillgut, ein herzhaft frisch zubereiteter Salat, zuckersüßer Tee – alles schmeckte vorzüglich.

Einige Jungs aus der Ferne können übrigens richtig fein kochen und backen, und wir lernen fast jedes Mal neue und vor allem äußerst schmackhafte Gerichte. Zwischendurch immer wieder Gelegenheit, die eine oder andere Vokabel oder selbst für uns fast verschüttete deutsche Grammatikregeln zu erklären und die für fremde Zungen schwierige Aussprache zu üben. Wir können uns von Mal zu Mal spürbar besser auf deutsch verständigen, haben uns aber auch gut an den Klang der arabischen Sprache gewöhnt.

Die Zeit hat wenig Geduld an einem solchen Abend, der seit einiger Zeit alle vierzehn Tage stattfindet. Viel zu schnell geht es ans gemeinsame Abwaschen und Aufräumen. Vom Gaumenschmaus bleibt eine genüssliche Erinnerung und vom Miteinander Vorfreude auf das nächste Mal.

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Löbtauer unterstützen Freitaler Demo für Weltoffenheit und Toleranz

Gestern fand die erste Demonstration für “Weltoffenheit und Toleranz” des Willkommensbündnisses Freital statt. Die Demo ist eine Antwort auf die fast zeitgleiche Demonstration der Initiative “Nein zum Heim”, die seit Wochen auf Facebook und auf der Straße gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Hotel Leonardo demonstriert.

Auch vom Netzwerk “Willkommen in Löbtau” haben sich ca. 20 Menschen per Fahrrad auf den Weg gemacht. Zwar liegt Löbtau und Freital nur ca. 7 km auseinander aber die die Stimmung ist in Freital eine ganz andere.

Ausführlich beschrieben und bebildert wir die Demo mit ca. 250 Personen von “Einhorn Power”.

Das Willkommensbündnis Freital hat jetzt auch eine Homepage, einen Newsletter und eine Mailingliste. So kann man sich in Zukunft leichter über die Aktivitäten im nahen Freital informieren.

Links:

“Ein Volksfeind” in Löbtau – Theaterstück

Pressemitteilung vom 14.04.2015
Theaterstück “Ein Volksfeind” – Henrik Ibsen
Veranstalter: Netzwerk “Willkommen in Löbtau”, Theatergruppe Thespiskarren
Ort: Hoffnungskirche, Clara-Zetkin-Straße 30
Zeit: 24.04.2015, 19:00 Uhr
Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten

“Ein Volksfeind”

Warum ist die Bevölkerung unzufrieden?

Kann man den Wahlversprechungen glauben?

Vertritt die Politik die Interessen des Volkes?

Ist die Öffentliche Meinung eine konstante, unabhängige Größe?

Was passiert mit Jemandem, der sich für eine Sache einsetzt oder der dafür kämpft, dass Menschen in Not geholfen wird, auch wenn es den allgemeinen wirtschaftlichen Interessen der staatlichen Politik entgegensteht?

Wenn durch solches Verhalten erwarteter Fortschritt verhindert wird und Wahrheit unbequem, wird dann ein solcher Mitbürger vom Volk als Held bejubelt oder als „Volksfeind“ verteufelt?

In seinem Stück „Ein Volksfeind“ beschäftigte sich Henrik Ibsen schon 1882 mit diesen Fragen:

In seiner Heimatstadt deckt der Badearzt Stockmann einen Umweltskandal auf. Er tritt damit an die Öffentlichkeit und alle sind auf seiner Seite. Doch die Politik, in Person des Landrates, mischt sich ein. Dieser hält den Bürgern vor Augen, wie viel Geld die Beseitigung der Umweltschäden die

Stadt und jeden Einzelnen kosten würde. Und plötzlich steht Stockmann alleine…

Die Freie Freiberger Theatergruppe Thespiskarren inszeniert in überarbeiteter Fassung das Stück, welches zwar keine konkreten Lösungen anbietet, aber zu Diskussionen bezüglich wachsender Entfremdung von Politik und Gesellschaft, gegenwärtiger unklarer Flüchtlingspolitik, Ausgrenzung, Opportunismus und lokalem Egoismus anregen will.

Die oft fehlende öffentliche Auseinandersetzung über widerstreitende Interessen wird wieder möglich.

 

Rami’s Welt – Einblicke in die Gewohnheiten der Deutschen

“Rami’s Welt” heißt eine neue zweisprachige Zeitschrift für Flüchtlinge, die die Kultur und Eigenarten der Deutschen erklären möchte. Initiiert wurde dieses Projekt von Dr. Mohammad Nassour, der sich auch im Löbtauer Netzwerk “Willkommen in Löbtau” als Dolmetscher engagiert und Mitglied des Gemeindedolmetscherdienstes in Dresden ist.

Unterstützt wird er von Werner Henkert von der Herberge am Tharandter Wald. Dort sind auch seit November 2014 Asylsuchende untergebracht.

Die Zeitschrift ist auf Deutsch und Arabisch und soll in Zukunft monatlich erscheinen. Durch die erste Ausgabe können Sie sich hier durchklicken. Gefördert wurde die Erstellung von arche noVa e.V.

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Bürgermeister Hilbert besucht Asylsuchende im T8

Am Gründonnerstag, den 02.04.2015, hat der amtierende Erste Bürgermeister Dirk Hilbert das Ortsamt Cotta besucht. Der “Tag des Ortsamts” ist eine Initiative der ehemaligen Oberbürgermeisterin Helma Orosz, bei welcher die verschiedenen Ortsamtsbereiche in regelmäßigen Abständen besucht werden.

Einer der Besuchspunkte war das neue Übergangswohnheim “T8″ in Löbtau. Hier kam Herr Hilbert mit den Bewohnern und den Mitgliedern des Netzwerks “Willkommen in Löbtau” ins Gespräch. Beteiligt waren auch die Ortsamtsleiterin Frau Brauner, die Regionalkoordinatorin Frau Flad, die Heimleiterin Frau Kharmatch und die Sprecherin der Löbtauer Runde Frau Bösche.

Aslan Kamali vom Netzwerk half durch seine Übersetzungen dabei die Sprachbarrieren abzubauen und so konnten die Asylsuchenden dem Bürgermeister direkt ihr Schicksal, ihre aktuelle Situation und ihre Anliegen vortragen. So wurde z.B. bemängelt, dass das Asylverfahren sehr schwerfällig läuft und nach 7 Monaten noch keine Entscheidung absehbar ist und es z.T. noch nicht mal einen erste Anhörung gab. Auch das Konfliktpotenzial in den Wohngruppen mit 8 Personen wurde thematisiert. Ebenso die fehlende Unterstützung von Dolmetschern bei wichtigen Terminen, wie z.B. Arztbesuchen.

Der Austausch mit den Asylsuchenden hat insgesamt den Schwerpunkt des Besuchs ausgemacht, was das Netzwerk “Willkommen in Löbtau” angestrebt hatte und ausdrücklich begrüßt.

Frau Merkel-Manzer, Pfarrerin und eine der Initiatorinnen, hat auf das Fehlen von Gemeinschaftsräumen und eines Internetzugangs in der Unterkunft hingewiesen. Auch dürfe man die anderen Übergangswohnheime in der Nähe nicht vergessen. Hier gäbe es z.T. noch dringenderen Verbesserungsbedarf als im neu eingerichtetem “T8″. Auch gibt es dort nicht immer so eine breite Unterstützung durch Netzwerke und Initiativen.

 

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