Der Besuch auf der Messe „Karrierestart“ war erfolgreich!

Am 19.1.19 sind wir mit fast 40 Neubürger/innen auf die Messe „Karrierestart“ gegangen. Durch die gute Vorbereitung eine Woche vorher und die Begleitung mithilfe von über 20 Einheimische war die Messe ein voller Erfolg. Denn die Karrierestart ist riesig, laut und voll und dadurch für Neubürger/innen etwas unübersichtlich. Je klarer die Neubürger/innen sich über ihr Berufsziel sind, desto besser konnten sie sich informieren. Aber auch zur Berufsorientierung gab es zahlreiche Stände und Hilfen, sei es beim IQ Netzwerk oder durch die Willkommenslotsen der HWK und der IHK. Auch die Chance zum kostenlosen Bewerbungsmappencheck und für professionelle Fotos wurde vielfach wahrgenommen. Jetzt heisst es „Dranbleiben“ und gezielt Ausbildungsplätze für 2019 suchen. Im letzten Jahr konnten durch die rein ehrenamtliche Begleitung 20 Ausbildungsplätze erfolgreich vermittelt werden.

Dazu suchen wir auch für dieses Jahr Paten und Patinnen, die ca. 2h / Woche ihre Zeit sinnvoll einsetzen möchten – und dabei auch viel Spaß mit den Neubürger/innen haben werden, die für jede Hilfe dankbar sind. #gutevorsätzefür2019

Bitte meldet Euch bei Marlis unter patengesucht@willkommen-in-loebtau.de

Ein großer Dank gilt noch einmal allen Helfer/inne/n! 

Hamid, der seine Ausbildung zum Bäcker macht und bereits auf der Karrierestart 2019 präsentieren darf, mit seinem Paten Michael Kobel

 

 

 

 

 

 

 

Integrationsministerin Petra Köpping am Stand des IQ Netzwerks auf der Karrierestart 2019

Eine erfolgreiche Vorbereitung zur Karrierestart-Messe 2019

Am Sa. 12.1.19 trafen sich über 35 Neubürger/innen mit 10 Tutor/inn/en im Hochschulzentrum der TU Dresden zur Vorbereitung auf die Messe Karrierestart 2019. In fast vier Stunden wurde zuerst erklärt, warum die Karrierestart so wichtig ist und wie man den Überblick behält. Dazu erzählte Yousef, ein Geflüchteter aus Syrien, wie er selbst erst letztes Jahr auf der Karrierestart die Grundlagen für einen Ausbildungsvertrag als Gesundheits- und Krankenpfleger gelegt hat. Anja Schwarze-Eisold, unterkultureller Coach und Bewerbungstrainerin gab Tipps für die Messe. Danach konnten die Neubürger/innen an verschiedenen Tischen Bewerbungsgespräche üben, einen Einstiegssatz lernen, wichtige Vokabeln pauken und ihren ganz individuellen Messerundgang planen.

Am Sa, 19.1.19 treffen wir uns dann um 10:45 im Haupteingang der Messe für die individuellen Rundgänge. Wir wünschen allen viel Erfolg!

Gerne suchen wir dafür noch Begleiter/innen, die für circa  zwei Stunden 1-2 Neubürger/innen auf der Messe helfen, den Überblick zu behalten. Dafür gibt es natürlich Freikarten. Bitte meldet Euch einfach unter arbeit-orga@wiloebtau.de.

SGD Preis 2018 geht an Willkommen in Löbtau e.V.

Der mit 5.000 Euro dotierte SGD-Preis 2018 für Engagement gegen Diskriminierung geht an das Dresdner Netzwerk „Willkommen in Löbtau“. Die Initiative setzt sich seit 2015 für ein offenes, respektvolles Miteinander in den Stadtteilen Löbtau und Naußlitz ein. 

„Wir danken Dynamo Dresden für diese tolle Anerkennung und die finanzielle Unterstützung! Was aber wichtiger ist und unsere Arbeit noch viel besser voranbringen würde, sind neue ehrenamtliche Helfer. Jeder, der sich für eine gelungene Integration geflüchteter Menschen einsetzen möchte, kann uns helfen und ist willkommen. Über unsere Arbeit kann man sich auf unserer Website informieren oder einfach bei einer unserer wöchentlichen Veranstaltungen vorbeischauen. Dazu ist jeder ganz herzlich eingeladen“, sagte Ronny von Loh, einer von drei Vereinsvorständen des „Willkommen in Löbtau“ e.V. 

„Stadtteile sind Orte der Begegnung, sei es in der Nachbarschaft, im Sportverein oder beim Bäcker an der Ecke. Gerade dort, wo sich Menschen regelmäßig austauschen, ist ein faires, offenes und hilfsbereites Miteinander von großer Bedeutung. Zugleich liegt in dieser Nähe immer auch die wunderbare Chance, einander kennenzulernen und sich dadurch gegenseitig besser verstehen zu können. Die Initiative ,Willkommen in Löbtau‘ engagiert sich in besonderer Weise dafür, das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil positiv zu fördern. Diese ehrenamtliche Arbeit möchten wir mit der Preisverleihung würdigen und gleichzeitig sehr gerne unterstützen“, erklärte Dynamos Präsident Holger Scholze. 

Im Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ engagieren sich Kirchgemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, engagierte Einzelpersonen, Vereine und Parteien. Die Initiative will eine Brücke schlagen zwischen neuen und alteingesessenen Stadtteilbewohnern. Zudem begleitet sie Geflüchtete weit über die Stadtteilgrenzen hinaus in ihrem Integrationsprozess. 

Die Sportgemeinschaft lobt den mit 5.000 Euro dotierten SGD-Preis seit 2012 jährlich aus. Unter dem Motto „Stark gegen Diskriminierung“ wird die Arbeit von Initiativen gefördert, die sich in Dresden und der Region für Offenheit, Fairness und Akzeptanz einsetzen. 

Bildquelle: SGD/Steffen Kuttner

Fachtag Asyl und Arbeit: Zusammenarbeit gegen die Informationskrise

Rund 60 Teilnehmer/innen folgten am 6.10.2018 der Einladung des Bürgerbüros Dr. Eva Maria Stange und der AG Ausbildung und Arbeit des Netzwerks „Willkommen in Löbtau e.V.“ in den Gemeindesaal der Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau.

„Wir haben keine Flüchtlingskrise, wir haben eine Informationskrise“ konstatiert Michael Kobel, Leiter der AG Ausbildung und Arbeit, gleich zu Beginn der Veranstaltung und zeigt damit die Zielsetzung des Fachtags auf.

Am Vormittag standen Berichte von ehrenamtlichen Helfern, Firmen und Geflüchteten mit positiven und negativen Erfahrungen in der Arbeitsmarktintegration auf dem Programm. Positiv wurde das ehren- und hauptamtliche Engagement hervorgehoben. Kritisch wurden Probleme bei den Sprachkursen, der berufsbegleitenden Weiterbildung von Geflüchteten, die bereits Arbeitserfahrung mitbringen, sowie der Umsetzung der Ausbildungsduldung gesehen. Darauf aufbauend fanden am Nachmittag drei Workshops zu diesen Themen statt, bei denen hochrangige Vertreter des BAMF, des Sächsischen Innenministeriums, der Stadt Dresden und des Jobcenters zu den vorgebrachten Problemen Stellung nahmen und den Teilnehmern „kleine Brücken“ vorschlugen, die schon jetzt begehbar wären, ohne auf zukünftige Gesetzesvorhaben auf Bundes-oder Landesebene zu warten. Darüber hinaus war das gegenseitige Kennenlernen ein wichtiger Baustein zur weiteren Zusammenarbeit.

Ein Höhepunkt war der Bericht von Yazan Alkhalil, der im Sommer 2015 nach Sachsen kam und nun als approbierter Apotheker arbeitet. In perfektem Deutsch schilderte er wie er noch ab und zu mit der Alltagssprache kämpft („Haben Sie etwas gegen Kater?“). An seinem Beispiel sieht man: Wo ein Wille ist, da ist ein Weg in die gelungene Integration.

Die Ergebnisse der Workshops des Fachtags werden in den nächsten Wochen auf https://indico.cern.ch/e/asylundarbeit dokumentiert.