Ein „get together“ mal ganz ohne Arbeitsauftrag!

Unser "get together" der AG Ausbildung und Arbeit von Willkommen in Löbtau im Juni 2019
Über 30 Patinnen und Paten sowie Neubürger*innen trafen sich am 23.6.19 auf dem Waldspielplatz Albertpark in Dresden zum „get together“

Am 23.6.19 trafen sich über 30 Patinnen und Paten sowie Neubürger*innen der AG Ausbildung und Arbeit von Willkommen in Löbtau e.V. bei strahlendstem Sonnenschein auf dem Waldspielplatz Albertpark, um einfach mal zusammen unsere Erfolge zu feiern! Seit Gründung wurden über 20 Ausbildungs- und weit über 30 Arbeitsverträge geschlossenen. Trotz Waldbrandstufe 3 konnten wir dank der hervorragenden Ausstattung der Hütte (dank an Roter Baum e.V.!) mit einem E-Grill alle satt bekommen – da alle was mitgebracht haben, war Essen und Trinken im Überfluss vorhanden! Obwohl es ein „get together“ mal ganz ohne Arbeitsauftrag sein sollte, wurden natürlich wieder neue Kontakte angebahnt! Wir freuen uns sehr über das tolle Engagement unserer Patinnen und Paten und das der Neubürger*innen!

Wer Interesse hat, bei uns mitzumachen bzw. von unserer Expertise im Dresdner Arbeitsmarkt zu profitieren, meldet sich einfach bei: marlis@willkommen-in-loebtau.de

Mehr Infos gibt es auch unter:

Jetzt Pate/Patin werden, um Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit zu bringen!

Jetzt Tutor/in werden, um Geflüchtete bei den Hausaufgaben aus Sprach-/Berufsschule zu helfen

Mitgliederversammlung von Willkommen in Löbtau

Diesen Montag fand die zweite ordentliche Mitgliedervollversammlung (MVV) nach Gründung des Willkommen in Löbtau e.V. statt. Die turnusmäßige Versammlung wurde in dem Räumen im kleinen Saal der Hoffnungskirche in Löbtau druchgeführt.

Tagesordnung und Präsentation der AGs bei der MVV am 6. Mai 2019

Unter der Leitung von Matthias Paul wurden die erschienen Vereinsmitglieder und weitere Interessierte zunächst von Franziska Aegerter über die Ergebnisse der Befragung der aktuellen und ehemaliger Aktiver bei Willkommen in Löbtau unterrichtet. Anschließend stellten die verschiedenen Arbeitsgruppen (AGs) in Kurzpräsentationen die Entwicklungen im letzten Jahr und ihre momentane Situation dar. Den Abschluss der Präsentationen machte der bisherigen Finanzvorstand, Ronny von Loh, mit der Vorstellung des Finanzberichts.

MVV von WiL am 6. Mai 2019 im kleinen Saal der Hoffnungskirche in Dresden-Löbtau

Im Anschluss wurde der bisherige Vorstand durch die MVV entlastet und ein neuer Vorstand gewählt. Als neue Vorstände, die den Verein künftig nach außen vertreten wurden Angela Müller (ehemalige Koordinatorin bei WiL), Ronny von Loh (wiedergewählter Finanzvorstand) und Felix Rupricht (AG Fußball, Sprachcafé, Orgagruppe) bestimmt.

Als Abschluss gab es noch ein gemütliches Beisammensein mit Snacks und der Möglichkeit, zum lockeren Austausch.

SGD Preis 2018 geht an Willkommen in Löbtau e.V.

Der mit 5.000 Euro dotierte SGD-Preis 2018 für Engagement gegen Diskriminierung geht an das Dresdner Netzwerk „Willkommen in Löbtau“. Die Initiative setzt sich seit 2015 für ein offenes, respektvolles Miteinander in den Stadtteilen Löbtau und Naußlitz ein. 

„Wir danken Dynamo Dresden für diese tolle Anerkennung und die finanzielle Unterstützung! Was aber wichtiger ist und unsere Arbeit noch viel besser voranbringen würde, sind neue ehrenamtliche Helfer. Jeder, der sich für eine gelungene Integration geflüchteter Menschen einsetzen möchte, kann uns helfen und ist willkommen. Über unsere Arbeit kann man sich auf unserer Website informieren oder einfach bei einer unserer wöchentlichen Veranstaltungen vorbeischauen. Dazu ist jeder ganz herzlich eingeladen“, sagte Ronny von Loh, einer von drei Vereinsvorständen des „Willkommen in Löbtau“ e.V. 

„Stadtteile sind Orte der Begegnung, sei es in der Nachbarschaft, im Sportverein oder beim Bäcker an der Ecke. Gerade dort, wo sich Menschen regelmäßig austauschen, ist ein faires, offenes und hilfsbereites Miteinander von großer Bedeutung. Zugleich liegt in dieser Nähe immer auch die wunderbare Chance, einander kennenzulernen und sich dadurch gegenseitig besser verstehen zu können. Die Initiative ,Willkommen in Löbtau‘ engagiert sich in besonderer Weise dafür, das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil positiv zu fördern. Diese ehrenamtliche Arbeit möchten wir mit der Preisverleihung würdigen und gleichzeitig sehr gerne unterstützen“, erklärte Dynamos Präsident Holger Scholze. 

Im Netzwerk „Willkommen in Löbtau“ engagieren sich Kirchgemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, engagierte Einzelpersonen, Vereine und Parteien. Die Initiative will eine Brücke schlagen zwischen neuen und alteingesessenen Stadtteilbewohnern. Zudem begleitet sie Geflüchtete weit über die Stadtteilgrenzen hinaus in ihrem Integrationsprozess. 

Die Sportgemeinschaft lobt den mit 5.000 Euro dotierten SGD-Preis seit 2012 jährlich aus. Unter dem Motto „Stark gegen Diskriminierung“ wird die Arbeit von Initiativen gefördert, die sich in Dresden und der Region für Offenheit, Fairness und Akzeptanz einsetzen. 

Bildquelle: SGD/Steffen Kuttner

Willkommen in Löbtau e.V. bei Dresden is(s)t bunt – ein Gastmahl für alle

Dresden isst bunt 2018

 

Bereits zum dritten Mal war ganz Dresden eingeladen, sich am „Gastmahl für alle“ bei der Veranstaltung Dresden is(s)t bunt zu beteiligen. Auch Willkommen in Löbtau e.V. folgte erneut dem Aufruf: am 19.06.2018 ab 17 Uhr gesellten wir uns an die lange Tafel um gemeinsam zu essen, trinken, spielen und uns auszutauschen.

 

Dresden isst bunt 2018 Musik

 

Neben unserem Verein waren zahlreiche weitere Vereine, Institutionen und Politiker*innen an den 250 Tischen vertreten. Das gemeinsame Essen wurde von einem breitgefächerten Unterhaltungsprogramm begleitet – hier durfte jede*r mitmachen.

 

 

Den musikalischen Auftakt zum Gastmahl 2018 machten die Musaik-Kinder des Vereins Musaik e.V. Zu den weiteren Highlights des Programms zählten unter anderem der Beitrag von Sängerinnen und Sängern der Staatsoperette Dresden, die mit beliebten und bekannten Opern- und Operettenhits die Gäste am Staatsoperetten-Tisch unterhielten und nebenbei sogar ihre Kochkünste unter Beweis stellten.

An unserem Tisch von Willkommen in Löbtau konnten Interessierte das deutsch-arabische Integrationsspiel Paraaby ausprobieren oder sich bei einem Tisch-Kicker in ihren händischen Fußballkünsten messen.

Dresden isst bunt 2018 Essen

 

Wir bedanken uns herzlich bei Dresden Respekt und der Cellex Stiftung für die Einladung und freuen uns bereits auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein!

Weitere Bilder und Eindrücke zu dem Abend findet ihr bei den Dresdner Neuste Nachrichten

Kino statt Kochabend! Cinelokal war zu Gast bei der AG Kochen

Jede Woche Donnerstagabend treffen sich Altlöbtauer, Neulöbtauer und Andere aus Dresden und Umgebung in den ausgebauten Kellerräumen der Adventgemeinde in der Poststraße, um gemeinsam zu kochen und zu essen.

Doch vergangenen Donnerstagabend, am 05.04.2018, wurden ausnahmsweise einmal nicht gemeinsam die Kochlöffel geschwungen. Stattdessen war das Projekt Cinelokal des Vereins Cinedivers e.V. mit dem Film „The Infidel“ (Deutscher Titel: „Alles koscher“) bei uns zu Gast.

„The Infidel“ ist eine britische Komödie mit viel schwarzem Humor aus dem Jahr 2010. Sie handelt von einem britischen Muslim, der eine Identitätskrise durchmacht, als er erfährt, dass er als Kind in einer jüdischen Familie geboren und dann adoptiert wurde (für alle Neugierigen, hier gibt’s den Trailer auf Englisch).

Begrüßung zum Kinoabend

 

Rund 40 Personen folgten unserer gemeinsamen Einladung in die Adventgemeinde. Gemeinsam verbrachten wir einen unterhaltsamen Abend, bei dem das Bauchmuskeltraining nicht zu kurz kam. Um Verständigungsschwierigkeiten vorzubeugen, wurde der Film auf Deutsch mit arabischen Untertiteln gezeigt.

 

 

Austausch nach dem Film The Infidel

Bei anschließendem Tee & Snacks führte der Inhalt des Films zu angeregtem Austausch zwischen allen Besucherinnen und Besuchern. Gemeinsam konnten wir erleben, dass Kino nicht nur Menschen verbindet, sondern auch zwischen verschiedenen Kulturen und Lebenswegen vermittelt. Cinelokal selbst vertritt deswegen auch den Anspruch, dass Kino Leben verändern kann.

Sowohl für Cinelokal als auch für Willkommen in Löbtau e.V. war es ein gelungener Abend und wir freuen uns auf eine hoffentlich baldige Fortsetzung!

Bei schönem Wetter kann jeder feiern

Als wir uns am ersten Sonnabend im Febraur zu unserem Winterspaziergang am Goldenen Reiter trafen, war es zwar kalt, aber zuweilen schien noch die Sonne. Während die Ur-Dresdner fast vollständig erschienen, musste mancher von unseren betreuten Flüchtlingen erst überredet werden, die Bettdecke zurückzuschlagen oder die Wasserpfeife wegzulegen. Am Ende waren es aber fast genau 40 Personen, die mit uns zum Blauen Wunder spazierten und dort ein Picknick am Lagerfeuer genossen.
Dank einer befreundeten Familie, die mit ihrem Patenkind (ü35) extra aus dem oberen Osterzgebirge gekommen waren, brannte schon ein wärmender Grill, als wir gegen 16 Uhr unterhalb des Körnergartens an der Elbe eintrafen. Über anderen Feuern wurde Apfelpunsch und Glühwein warmgemacht. Gegrillte Pilze, Würstel, Aufstiche, frisches Brot, kleine Leckereien oder über dem Feuer erwärmte Marshmellows für die Kinder – das Angebot an Speisen war vielfältig. Und obwohl sich das Wetter am späten Nachmittag nicht zwischen Schneefall und leichtem Sprühregen entscheiden konnte, löste sich unsere Gruppe dann doch erst nach 19 Uhr auf.

Wir freuen uns auf das nächste Mal
Sibylle und Heiko

Herzliche Einladung zu unserem Adventsfest 2017!

Plakat Adventsfest 2017

Plakat Adventsfest 2017

 

Friedenskultur als Kommunikationsaufgabe

Vom ersten bis zum dritten Oktober veranstaltet der Memorare Pacem e.V. den Internationalen Dresden Dialog. Mit Gästen aus mehr als 30 europäischen Städten sollen insbesondere die aktuellen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhaltes in den Städten und Kommunen in Europa diskutiert werden.
„Willkommen in Löbtau“ war am Sonntag nachmittag bei der Auftaktveranstaltung im Hygienemuseum durch uns vertreten. Im Panel 2 der Arbeitstagung stellten Gäste aus Mailand, Schweinfurt, Thessaloniki, Coventry und  San Sebastian verschiedene erfolgreiche Projekte von Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung in ihren Städten vor. Am interessantesten für uns waren hier jedoch die Äußerungen von Dieter Jetschmanegg, der als Leiter für Kommunikation, Wirtschaft und Beteiligung in der Landeshauptstadt Potsdam arbeitet.

Verena Leuterer und Sibylle Frey präsentieren das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“

So gibt es dort eine „WerkStadt für Beteiligung“ sowie einen Beteiligungsrat, in welchem mehr Bürger als Politiker und Verwaltungsangestellte vertreten sind. Man beschäftigt sich ernsthaft mit tatsächlicher Mitbestimmung und kritisiert Alibi-Aktionen, wo Bürger lediglich als „Dekoration“ dienen.  Und man diskutiert auch die Missverständnisse und Mythen, die zuweilen entstehen, z.B.: „Bürgerbeteiligung muss immer zu besseren Ergebnissen führen“ oder dass am Ende der Beteiligung immer ein Konsens bestehen müsse.

 

Beim abendlichen Get-Together im Kunsthaus Dresden konnten Verena Leuterer und Sibylle Frey den anwesenden Gästen die Initiative „Willkommen in Löbtau“ kurz vorstellen. Zur Sprache kamen dabei die verschiedenen Aktivitäten und Arbeitsgruppen, speziell jedoch die vielfältigen Aufgaben, die die Paten bei der Integration der Geflüchteten übernehmen – Erfolge, Probleme und Aktuelles. Und so konnte den Gästen auch der neue Lernraum im Spike vorgestellt werden, welcher noch einmal ausführlich durch eine Mitstreiterin aus diesem Verein erläutert wurde. Dazu gab es nette, z.T. auch sehr informative Gespräche mit Dresdner Stadträten oder Vertretern aus anderen Vereinen und Initiativen.

Sibylle und Heiko Frey

Redebeitrag auf der Tolerade 2017

Hier veröffentlichen wir unseren Redebeitrag, der in gekürzter Form auf der Tolerade 2017 verlesen wurde:

Mit dem Verkauf der städtischen Wohnbaugesellschaft 2006 durch die Schwarz-Gelbe Stadtratsmehrheit wurde der Anfang gemacht für eine Mietpreisspirale, von der heute fast alle DresdenInnen betroffen sind. Über Nacht wurden 50.000 Wohnungen an den US-amerikanischen Investor Fortress verkauft. Infolgedessen hat sich der Mietspiegel in Dresden seit der Erhebung 2011 bis heute um fast 50% erhöht. Dresden ist keine Stadt mehr, die für bezahlbare Mieten bekannt ist, sondern eher für hohe Renditen auf dem Wohnungsmarkt.

Für einige mag diese Entwicklung verschmerzbar sein, für andere bedeutet dies, dass sie sich die höheren Mieten in ihren Wohnungen nicht mehr leisten können. Sie müssen sich am Stadtrand umsehen und werden somit aus ihren angestammten Kiezen verdrängt. Zurück bleiben nach und nach gentrifizierte Viertel auf der einen Seite und arme Viertel auf der anderen. Die Konsequenz ist nichts anderes, als eine Spaltung der Gesellschaft in zwei Gruppen: Arm und Reich; Menschen die zentral wohnen und die, die schlecht angebunden sind; Menschen, denen vieles offen steht und jenen die häufig perspektivlos sind.

Besonders hart trifft diese Entwicklung Menschen, die auf sozialen Wohnraum angewiesen sind. Dazu gehören z.B. Hartz-4 EmpfängerInnen, aber auch die Refugees, die zumindest nicht im Asylheim wohnen müssen. Die ihnen zugewiesenen Wohnungen liegen meist am Stadtrand und sind kaum noch verfügbar. Eine Einraumwohnung im sozialen Wohnbau zu finden, ist nahezu unmöglich.

Die meisten privaten VermieterInnen schließen die Vermietung ihrer Immobilien an diese Gruppen aus Vorurteilen und rassistischen Ressentiments kategorisch aus und haben Angst um die größtmögliche Renditen aus ihren Immobilien.

Ingesamt führt diese massive Verknappung an bezahlbarem Wohnraum zu einem künstlichen Konkurrenzverhältnis zwischen den Gruppen. Häufig kommt von RassistInnen das Argument: „Die Ausländer nehmen uns jetzt auch noch die Wohnungen weg.“ So findet die soziale Spaltung nicht nur zwischen verschiedenen Stadtvierteln statt, sondern zieht vor allem in die ärmeren Viertel der Stadt ein. Um dort wieder mehr Wohnraum zu schaffen, werden Refugees zur Zeit aus ihren Wohnungen wieder in überfüllte Heime zurückgeschickt, eine Maßnahme des Sozialamtes, die wir für vollkommen untragbar halten. Anstatt von Konkurrenz wäre ein solidarisches Zusammenleben und gemeinsame Forderungen aller BewohnerInnen der Viertel an die Stadt ein gutes Zeichen.

Dies ist eine Entwicklung, deren negative Auswirkungen wir in vollem Maße erst in einigen Jahren oder Jahrzehnten zu spüren bekommen werden. Um diese soziale Spaltung zu verhindern muss daher im Interesse der gesamten Gesellschaft bezahlbarer Wohnbau entstehen, und zwar jetzt!

Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt, trotzdem handeln der Stadtrat und die Stadtverwaltung weiterhin zögerlich. Die Schaffung der neuen Wohnbaugesellschaft kann auch nur der Anfang einer komplett veränderter Wohnungspolitik sein.

Dass bei vielen Stadträten und in der Verwaltung trotzdem noch keine andere Haltung in Sachen Immobilien angenommen wurde, wird an diversen Stellen deutlich:

Als der Gebäudekomplex an der Königsbrücker Straße 119 veräußert wurde, bewarb sich unter anderem die Gruppe Elixir um die Nutzung der Flächen. Das Projekt wollte ein soziales Zentrum schaffen, in dem alteingessene und Refugees gemeinsam wohnen, Werkstätten betreiben und Gemeinschaftsflächen für Menschen aus der Stadt anbieten. Wenngleich das Projekt bei vielen Abgeordneten Anklang fand, wurde es am Ende vom Stadtrat mit Stimmen der Opoosition und aus Teilen der SPD abgeleht und das Gebäude an den meistbietenden verkauft. Diese gewinnorientierte Politik muss ein Ende haben.

Wir fodern daher den Stadtrat und die Stadtverwaltung dazu auf:

  •  Die Gründung der neuen Wohnbaugesellschaft muss so schnell wie möglich mit aller Kraft vorangetrieben werden. Es müssen zehtausende neue, bezahlbare Wohnungen entstehen und zwar in der ganzen Stadt, nicht nur in ärmeren Vierteln.
  • Alles dafür zu tun, damit keine Menschen in schwierigen sozialen Situationen aus ihren Vierteln verdrängt werden.
  • Keine Rückführung von Refugees aus sozialem Wohnungsbau zurück in Heime. Die dezentrale Unterbringung ist ein essentielles Konzept, damit Menschen hier ein neues Zuhause finden können!
  • Die Projektvergabe und der Verkauf von Immobilien darf nicht weiter an den meistbietenden gehen. Es ist offenkundig, dass Dresden nicht noch mehr Einkaufshallen braucht! Soziale Projekte müssen hier bevorzugt werden!

Abschließend lässt sich nur noch eines sagen: Die Stadt sollte denen gehören, die dort wohnen!

 

 

Osterwanderung in der Dresdner Heide

Insgesamt 19 Mitwanderer aus Iran, Irak, Marokko, Syrien, Deutschland waren es, die am Ostersamstag erwartungsfroh zu einer gemeinsamen Osterwanderung zum Bahnhof nach Klotzsche kamen. Auf den breiten Wegen durch die Dresdner Heide ging es über die Hofewiese und Heidemühle bis zum Ziel am Weißen Adler.

Unsere Wandergruppe in der Dresdner Heide

Alle angesagten und auf dem Regenradar angezeigten Wolken gingen (fast) spurlos an uns vorbei. Unterwegs hatte der Osterhase kleine Kollegen aus Schokolade versteckt. Dazu begeisterte die Natur mit den vielen verschiedenen Grün-Schattierungen und Frühlingsblühern. Dass die Idee recht kurzfristig war, dass wenige Tage vorher unsere Doodle-Liste recht übersichtlich war, dass der Wetterbericht den schlechtesten Ostertag von einem durchwachsenen Wochenende angekündigt hatte? All das hatten wir vergessen, als wir glücklich und geschafft in Bühlau in die Straßenbahn zurück in das Stadtzentrum einsteigen konnten.

Wichtig waren die unterschiedlichen Gespräche, die man mit z.T. noch nicht bekannten Mitmenschen führen konnte. Aber auch mit „unseren Patenkindern“ redeten wir mal nicht über die alltäglichen Probleme wie Jobcenter, Deutschkurs oder Berufsplanung – sondern über die lauten Singvögel in den Bäumen oder die verschiedenen Erlebnisse in den letzten Jahren. Der große Tenor: Es war sehr schön und wir sollten es wieder/ öfter machen.