Das Sprachcafé: Kontakte knüpfen in geselliger Atmosphäre

Es ist familiär in der Multifunktionseinrichtung „Platz Da“. Es stehen Tee, Gebäck und – jahreszeitlich konsequent – Kirschen auf dem flachen Tisch zwischen den Sofas. Die Gespräche sind vielseitig: Als ich ankomme geht es um den Jakobsweg, der ausgeschildert auch durch Sachsen antretbar ist.

Sprachcafe Dresden

Lockere Runde bei Tee und Kirschen im Sprachcafé

Mohammad, ein gerne lachender Syrer und Murat, noch etwas zurückhaltend, hören interessiert zu.

Mohammad kam vor 21 Monaten nach Deutschland. Momentan wartet er auf die Ergebnisse seines letzten Deutschkurses. Die Klausuren müssen erst nach Nürnberg geschickt, das kann mehrere Wochen dauern. Er möchte Medizintechnik studieren, in jedem Fall etwas, womit er einmal nach Syrien zurück gehen kann um seinem Land zu helfen.

Das Sprachcafé bietet Austausch und andere Hilfe

Und Mohammad wäre nicht der erste, der von Werner und Peter auf diesem Weg begleitet wird. „Letzes Jahr waren einige Äthiopier hier“, sagt Peter, der sichtlich Spaß am interkulturellen Austausch hat, „mitlerweile haben viele aber einen zu vollen Terminkalender“. Sie haben ihren Platz in der Altenpflege oder an der Universität gefunden.

Ausländische Gäste beim Sprachcafé

Werner, Peter, Murat und Mohammad (v.l.) beim Sprachcafé

Es sind diese kleinen Erfolgsgeschichten, die wahrscheinlich auch Werner bereits über zwei Jahre motivieren jeden Dienstag das Sprachcafé zu organisieren. „Wir hatten hier schon volles Haus, mit Geflüchteten, die Anschluss suchten, aber auch Studenten aus Thailand oder Frankreich,“ sagt er, „momentan ist es allerdings ruhig.“ Der letzte Feiertag nach Ramadhan überlagert noch die Gedanken vieler derer, die kommen könnten. Das wird sich wahrscheinlich im Sommer ändern.

Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage

Aber ein zweites Problem, neben der Durstrecke durch den Ramadhan spricht Werner noch an: Viele die neu ankommen, wissen nicht, dass es dieses Angebot gibt. Obwohl die Nachfrage kaum zurückgegangen sein dürfte. Daher soll nach der Sommerpause eine kleine Werbeoffensive folgen. Für mehr Austausch. Und für noch mehr kleine und große Erfolgserlebnisse.

Vom 05.07. – 14.08. geht das Sprachcafé in die Sommerpause

Sowohl die AG Sprachcafé als auch die AG Öffentlichkeitsarbeit freuen sich über Zulauf:
Wer Interesse hat mitzuhelfen, mitzubewerben, am Ball zu bleiben oder einfach Spaß und Lust an Neuem hat ist herzlich eingeladen zum nächsten Treffen kommen:

Das nächste Sprachcafé findet am 04.07.2017 im Platz Da! in der Wernerstraße 21 statt.

Redebeitrag auf der Tolerade 2017

Hier veröffentlichen wir unseren Redebeitrag, der in gekürzter Form auf der Tolerade 2017 verlesen wurde:

Mit dem Verkauf der städtischen Wohnbaugesellschaft 2006 durch die Schwarz-Gelbe Stadtratsmehrheit wurde der Anfang gemacht für eine Mietpreisspirale, von der heute fast alle DresdenInnen betroffen sind. Über Nacht wurden 50.000 Wohnungen an den US-amerikanischen Investor Fortress verkauft. Infolgedessen hat sich der Mietspiegel in Dresden seit der Erhebung 2011 bis heute um fast 50% erhöht. Dresden ist keine Stadt mehr, die für bezahlbare Mieten bekannt ist, sondern eher für hohe Renditen auf dem Wohnungsmarkt.

Für einige mag diese Entwicklung verschmerzbar sein, für andere bedeutet dies, dass sie sich die höheren Mieten in ihren Wohnungen nicht mehr leisten können. Sie müssen sich am Stadtrand umsehen und werden somit aus ihren angestammten Kiezen verdrängt. Zurück bleiben nach und nach gentrifizierte Viertel auf der einen Seite und arme Viertel auf der anderen. Die Konsequenz ist nichts anderes, als eine Spaltung der Gesellschaft in zwei Gruppen: Arm und Reich; Menschen die zentral wohnen und die, die schlecht angebunden sind; Menschen, denen vieles offen steht und jenen die häufig perspektivlos sind.

Besonders hart trifft diese Entwicklung Menschen, die auf sozialen Wohnraum angewiesen sind. Dazu gehören z.B. Hartz-4 EmpfängerInnen, aber auch die Refugees, die zumindest nicht im Asylheim wohnen müssen. Die ihnen zugewiesenen Wohnungen liegen meist am Stadtrand und sind kaum noch verfügbar. Eine Einraumwohnung im sozialen Wohnbau zu finden, ist nahezu unmöglich.

Die meisten privaten VermieterInnen schließen die Vermietung ihrer Immobilien an diese Gruppen aus Vorurteilen und rassistischen Ressentiments kategorisch aus und haben Angst um die größtmögliche Renditen aus ihren Immobilien.

Ingesamt führt diese massive Verknappung an bezahlbarem Wohnraum zu einem künstlichen Konkurrenzverhältnis zwischen den Gruppen. Häufig kommt von RassistInnen das Argument: „Die Ausländer nehmen uns jetzt auch noch die Wohnungen weg.“ So findet die soziale Spaltung nicht nur zwischen verschiedenen Stadtvierteln statt, sondern zieht vor allem in die ärmeren Viertel der Stadt ein. Um dort wieder mehr Wohnraum zu schaffen, werden Refugees zur Zeit aus ihren Wohnungen wieder in überfüllte Heime zurückgeschickt, eine Maßnahme des Sozialamtes, die wir für vollkommen untragbar halten. Anstatt von Konkurrenz wäre ein solidarisches Zusammenleben und gemeinsame Forderungen aller BewohnerInnen der Viertel an die Stadt ein gutes Zeichen.

Dies ist eine Entwicklung, deren negative Auswirkungen wir in vollem Maße erst in einigen Jahren oder Jahrzehnten zu spüren bekommen werden. Um diese soziale Spaltung zu verhindern muss daher im Interesse der gesamten Gesellschaft bezahlbarer Wohnbau entstehen, und zwar jetzt!

Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt, trotzdem handeln der Stadtrat und die Stadtverwaltung weiterhin zögerlich. Die Schaffung der neuen Wohnbaugesellschaft kann auch nur der Anfang einer komplett veränderter Wohnungspolitik sein.

Dass bei vielen Stadträten und in der Verwaltung trotzdem noch keine andere Haltung in Sachen Immobilien angenommen wurde, wird an diversen Stellen deutlich:

Als der Gebäudekomplex an der Königsbrücker Straße 119 veräußert wurde, bewarb sich unter anderem die Gruppe Elixir um die Nutzung der Flächen. Das Projekt wollte ein soziales Zentrum schaffen, in dem alteingessene und Refugees gemeinsam wohnen, Werkstätten betreiben und Gemeinschaftsflächen für Menschen aus der Stadt anbieten. Wenngleich das Projekt bei vielen Abgeordneten Anklang fand, wurde es am Ende vom Stadtrat mit Stimmen der Opoosition und aus Teilen der SPD abgeleht und das Gebäude an den meistbietenden verkauft. Diese gewinnorientierte Politik muss ein Ende haben.

Wir fodern daher den Stadtrat und die Stadtverwaltung dazu auf:

  •  Die Gründung der neuen Wohnbaugesellschaft muss so schnell wie möglich mit aller Kraft vorangetrieben werden. Es müssen zehtausende neue, bezahlbare Wohnungen entstehen und zwar in der ganzen Stadt, nicht nur in ärmeren Vierteln.
  • Alles dafür zu tun, damit keine Menschen in schwierigen sozialen Situationen aus ihren Vierteln verdrängt werden.
  • Keine Rückführung von Refugees aus sozialem Wohnungsbau zurück in Heime. Die dezentrale Unterbringung ist ein essentielles Konzept, damit Menschen hier ein neues Zuhause finden können!
  • Die Projektvergabe und der Verkauf von Immobilien darf nicht weiter an den meistbietenden gehen. Es ist offenkundig, dass Dresden nicht noch mehr Einkaufshallen braucht! Soziale Projekte müssen hier bevorzugt werden!

Abschließend lässt sich nur noch eines sagen: Die Stadt sollte denen gehören, die dort wohnen!

 

 

Vernetzungsabend der AG Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete – Ein Erfahrungsaustausch

Am 21.06.2016 lud die „AG Arbeit und Ausbildung“ zu einem Vernetzungsabend für den Austausch über Erfahrungen bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt ein. Die rund 30 Teilnehmer/innen aus unterschiedlichen Initiativen und Unterstützungseinrichtungen aus der Landeshauptstadt und darüber hinaus trafen sich in den Räumlichkeiten der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften und bildeten vier Arbeitsgruppen. Die öffentlich zugänglich dokumentierten Ergebnisse zeigen, dass noch einige Arbeit vor den Engagierten und den Geflüchteten liegt, obwohl bereits vielfältige Angebote existieren.

Gesine Wegner Ausbildung Arbeit Geflüchtete

Rund 30 Teilnehmer/innen aus verschiedenen Initiativen tauschten Erfahrungen aus. Gesine Wegner führt in den Abend ein

Gesine Wegner führte bei gespannt freudiger Atmosphäre in den arbeitsreichen Abend ein. Zunächst präsentierte sie die „AG Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete“ des Netzwerks Willkommen in Löbtau, in der in festen Patenschaften inzwischen rund 80 Geflüchtete von ca. 35 Pat/inn/en betreut werden. Die AG hilft Geflüchteten bei ihrer Integration in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt:

  • Kennenlernen von Geflüchteten mit ihren Bildungs- u. Arbeitsbiographien sowie persönlichen Zielen
  • Unterstützung bei Orientierung und Suche nach individueller Perspektive
  • Gemeinsames Erstellen von Lebensläufen und Bewerbungsmappen
  • Vermittlung von Kontakten, Ausfüllen von Formularen, Begleitung zu Anlaufstellen und Ämtern
  • Suche nach Arbeits- / Ausbildungs- / Praktikumsstellen
  • Hilfe bei der Vorbereitung von Eignungstests und Vorstellungsgesprächen

Für den Erfolg dieser Bemühungen ist die Zusammenarbeit mit vielen Beteiligten und Schnittstellen nötig — Grund genug für die AG, in Form von Vernetzungsabenden einen Austausch von Ideen, Erfahrungen und Perspektiven einzuleiten. Der Schwerpunkt des Abends lag diesmal beim Austausch mit Beratungseinrichtungen und zwischen den Ehrenamtlichen selbst und ergänzte damit die bisherigen offenen Treffen der AG Arbeit und Ausbildung. Im November 2015 standen die Geflüchteten und ihre Pat/inn/en im MIttelpunkt, im März 2016 (Aus)bildungseinrichtungen, Arbeitgeber und Behörden.

Im Zentrum: Erfahrungsaustausch im Arbeits- und Ausbildungsmarkt

Während bei den bisherigen Vernetzungsabenden viele Gastredner zu Wort kamen, erörterten diesmal vier Arbeitsgruppen in getrennten Räumen Probleme und Perspektiven des ehrenamtlichen Engagements bei der Hilfe zur Eingliederung in Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse. Jede Gruppe behandelte dabei jeweils einen speziellen Bereich in Form einer „Schnittstelle“, die für die Integration von Bedeutung sind:

  • Schnittstelle Behörden und Einrichtungen
  • Schnittstelle Arbeitgeber
  • Schnittstelle Geflüchtete
  • Schnittstelle andere Netzwerke und Ehrenamtliche

In der letzten Phase des Abends wurden die Ergebnisse zusammengetragen und gemeinsam diskutiert. Obwohl die Gruppen separat arbeiteten gab es viele Überschneidungen in den Ergebnissen, sodass viele angesprochene Punkte oft von allen Beteiligten am Ende mit einem Kopfnicken begleitet wurden:

Das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe – kein Ersatz für staatliche Stellen

Ein vielen Anwesenden wichtiges Thema war beispielsweise die Wahrnehmung des Ehrenamts. Dabei ging es unter anderem um die persönlichen Grenzen der Belastung im Engagement. Das Engagement ist freiwillig und dies sollte von Geflüchteten und Einrichtungen stets respektiert werden. Jeder sollte jederzeit das Recht haben, Aufgaben abzulehnen oder zu pausieren, sei es wegen Überlastung oder auch gänzlich ohne Angabe von Gründen.

Um einer Überlastung der freiwilligen Helfer vorzubeugen, sind eine effektive Vernetzung mit klaren Ansprechpartnern und ein realistisches Erwartungsmanagement besonders wichtig. Es sollten insbesondere keine Parallelstrukturen zu offiziellen Stellen aufgebaut werden, um doppelte Arbeit zu vermeiden.

Gruppe Schnittstelle Arbeitgeber Geflüchtete

Die Teilnehmer diskutierten in vier Gruppen über das, was bereits gut läuft und was verbesserungswürdig ist. Hier ist die Gruppe „Schnittstelle Arbeitgeber“ zu sehen

Engagement bei Arbeit und Ausbildung – eine Vierecksbeziehung

Ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis von Geflüchteten entsteht meist mithilfe einer Vierecksbeziehung. Teile dieses Vierecks sind die Pat/inn/en bzw. Ehrenämtler, potentielle Arbeitgeber, offizielle Stellen sowie die interessierten Geflüchteten selbst. Jede Ecke dieses Gebildes muss mit eigenen und fremden Erwartungen umgehen. Gleichzeitig stellt sie auch Erwartungen an Dritte. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Punkte, die bei dem Vernetzungsabend zur Sprache kamen:

Partei

Erwartungen, Wünsche und Forderungen, die kommuniziert werden müssen

Pate / Ehrenamt
  • die Arbeit soll auch zur Entlastung staatlicher Stellen dienen, z.B. durch Begleitung bei Behördengängen und Hilfe bei Bearbeitung von Dokumenten
  • öffentliche Stellen und Behörden haben oft noch nicht die Kompetenzen und Aufgabenfelder untereinander geklärt. Hier sollte Verständnis entgegengebracht werden, auch um die Beziehungen nicht zu belasten
  • es sollten keine Parallelstrukturen zu den staatlichen Einrichtungen aufgebaut werden
  • die Arbeit ist informierend und ratgebend, ein „nein“ ist zu akzeptieren, sowohl von Geflüchteten als auch Behörden
Einrichtung / pot. Arbeitgeber
  • Die Einstellung eines Geflüchteten ist ein besonderes Arbeitsverhältnis. Geduld und Zeit sollte für die etwas aufwändigere Einarbeitung des Geflüchteten aufgebracht werden
  • Insbesondere sollte Verständnis und Raum für parallele Deutschkurse und andere Nachhilfe gegeben sein
Offizielle Behörden und Stellen
  • Für Arbeits und Ausbildung relevante Ansprechpartner und Adressen sollten unkompliziert vermittelt werden
  • Möglichkeiten zum  Informationsaustausch zwischen den Willkommensinitiativen über den Ehrenamtskoordinator der Stadt Dresden (C. Hirschwald) sollten noch intensiver genutzt werden

Interessierter Geflüchtete/r

  • Es sollte eine intensive Auseinandersetzung mit Aufgaben und Rolle in der jeweiligen Einrichtung stattfinden

  • Die eigenen Interessen und Stärken müssen klar und deutlich kommuniziert werden

 

Hilfe für Geflüchtete bei Arbeitsplatzsuche: Was kann können Freiwillige tun?

Kobel als Moderator der Gruppe Schnittstelle Geflüchtete

Michael Kobel (3.v.l.) moderierte die Gruppe „Schnittstelle Geflüchtete“ . Viele Geflüchtete müssen zunächst im Arbeitsmarkt nach Stärken und Interessen orientiert werden

Bei dem Erfahrungsaustausch ging es nicht nur um Wahrnehmungen und Forderungen, sondern auch um konkrete Arbeitsschritte. Einige dieser Schritte können Eingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt effizienter gestalten. Das hilft nicht nur Geflüchteten sondern auch und insbesondere dem jeweiligen Paten.

Grundsätzlich sollten einige Punkte nicht fehlen; hierzu gehören Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit der Arbeitsagentur, Gestaltung von Anschreiben und Sensibilisierung für ungewohnte Strukturen, wie z.B. duale Berufsausbildung. Die Tabelle unten zeigt einige Punkte und Schritte, die von den Teilnehmern des Treffens hervorgehoben wurden:

Schritte und To Dos für ehrenamtliches Engagement zur Ausbildungs- / Arbeitsvermittlung von Geflüchteten

  • Hilfestellung bei schneller Kontaktaufnahme zur Arbeitsagentur

  • Qualifikationen von Geflüchteten soweit möglich offen legen, insbesondere wenn diese nicht formal nachweisbar sind

  • Ggf. Hilfe beim Ausfindigmachen von Praktikastellen, die den offen gelegten Qualifikationen entsprechen

  • Ggf. Kontakt mit Integrationslotsen von Handwerkskammern und Handelskammern aufbauen, Informationen einholen

  • Hilfe beim Verfassen von Anschreiben und Erstkontakt, dabei auf Datenschutz achten und den Status des Geflüchteten erst am Ende des Schreibens erwähnen

  • Ansprechen möglicher Missverständnisse (Krankschreibung, Pünktlichkeit) ohne Vorurteile aufzubauen

  • Individuelle Absprache zwischen Paten und Arbeitsstätte über Intensität und Dauer der Betreuung des Geflüchteten

  • Neben dem Sprachunterricht auch auf anderen Nachhilfeunterricht hinweisen (z.B. Mathe) bzw. Kontakt herstellen, auch parallel zu einer möglichen Tätigkeit

  • Erklärung des deutschen Arbeitsmarktes und des Vorteils, eine lange Ausbildung in Kauf zu nehmen anstatt sofort ungelernte Tätigkeiten aufzunehmen

  • Prüfen ob die eigene Objektivität noch gewährleistet ist und ggf. eine Beratungsstelle aufsuchen

Kontaktadressen Nutzen – Kontaktadressen tauschen

Um die Arbeit im Ehrenamt effektiver zu gestalten, können verschiedene Anlaufstellen genutzt werden. Hierzu gehören staatliche Behörden, größere Projekte und Initiativen sowie Beratungsstellen. Eine Liste von beim Treffen erneut oder zum ersten Mal besonders erwähnten Ansprechpartnern und Informationssammlungen befindet sich am Ende dieses Artikels. Das nächste Vernetzungstreffen wird rechtzeitig auf der Homepage von Willkommen in Löbtau bekannt gegeben.


 

Getauschte Links und Kontakte von Ansprechpartnern

Asyl in Dresden – Aktuelle Informationen der Landeshauptstadt Dresden:
http://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/asyl.php

Material für Ehrenamtliche Helfer herausgegeben von der Landeshauptstadt Dresden:
http://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/asyl/hilfe/ehrenamt/material.php

Anlaufstellen und Informationen der Landeshauptstadt Dresden zum Arbeitsmarktzugang:
http://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/migration/asyl/beschaeftigung.php

Beratungsstelle Ausbildung für Geflüchtete RESQUE 2.0 und RESQUE continued:
http://www.projekt-resque.de/index.php/resque_home.html

Informationen zu Praktika für Flüchtlinge herausgegeben von KOFA (Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen)
http://www.kofa.de/fileadmin/Dateiliste/Publikationen/Uebersichten/KOFA-Uebersichten_Praktika_Fluechtlinge.pdf

„Study Opportunities for Refugies“ herausgegeben von der TU Dresden
https://tu-dresden.de/studium/vor-dem-studium/internationales/information-fuer-gefluechtete

Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule, Kontaktadressen von NAOMI e.V.
Hochschulorientierte Beratung und Förderung nach den Richtlinien Garantiefonds Hochschulbereich (RL-GF-H)
http://www.naomi-leipzig.de/jmd-gfh.html

Informationen zu Bildungspatenschaften, herausgegeben vom Ausländerrat Dresden e.V. :

http://www.auslaenderrat-dresden.de/seite/108031/bildungspatenschaften.html

Informationen zu Netzwerkpraktika, herausgegeben von der Dresdener Unternehmensinitiative Silicon Saxony:
http://netzwerkstatt.jimdo.com

Integrationshilfeapps für Smartphones
http://oiger.de/2015/09/21/dresdner-welcome-app-fuer-fluechtlinge-freigeschaltet/155611
https://www.ankommenapp.de/
http://welcome-app-concept.de/de/

 

Der Willkommensordner der Stadt enthält zusätzlich und strukturiert alle wichtigen Themenbereiche/Anlaufstellen und kann auch von Paten*innen genutzt werden
Ansprechpartner:
Landeshauptstadt Dresden: geschaeftsbereich-soziales[at]dresden.de

Jobcenter Dresden: Jobcenter-Dresden[at]jobcenter-ge.de

IQ Netzwerk Sachsen: post[at]exis.de

Fußball verbindet!

Seit Anfang des Jahres weht internationaler Flair über den Kunstrasenplatz an der Malterstraße 18. Etwa 30 bis 50 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kommen hier jeden Freitag ab 15 Uhr zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Fast alle Mitspieler sind aus ihrer Heimat geflohen und leben jetzt in Dresden. Für die 90 Minuten auf dem Fußballfeld aber werden alle Probleme für einen Augenblick vergessen und es wird stattdessen dem Ball hinterhergejagt, getrickst, diskutiert und gelacht. Man lernt sich kennen, an einem Platz, wo Sprachbarrieren kaum eine Rolle spielen – dem Fußballplatz. Hier steht der Fußball noch für genau das, was ihn so beliebt macht: Er verbindet die Welt!

Die Fußballmannschaft von Willkommen in Löbtau

Die Fußballmannschaft von Willkommen in Löbtau

Nachdem der freitägliche Fußballtreff sich gut etabliert hat, versucht die Gruppe nun einige der Geflüchteten in umliegende Fußballvereine zu integrieren. Dabei wird noch Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu den Vereinen gesucht. Außerdem wird ab April auf dem Nebenlatz der Malterstraße 18 ein extra Training für Kinder und bei Interesse auch deren Mütter stattfinden. Gerne sind interessierte Menschen eingeladen, freitags zum bunten Kick zu kommen und mitzuspielen. Bei Fragen und Anregungen können Interessierte das Netzwerk per E-Mail oder über unsere Webseite kontaktieren.

Unterstützung erhält die Fußballgruppe von Willkommen in Löbtau vom ESV Dresden. Der traditionsreiche Sportverein vom Weißeritzufer ermöglichte eine unkomplizierte Eingliederung der Gruppe in den Verein. Seit Februar 2016 ist sie so als Freizeitsportgruppe offiziell ein Teil des Vereins und kann somit auf deutliche Vergünstigungen bei der Platzmiete zurückgreifen. Weiterer Dank geht an SportEck Uhlmann und den RoundTable Dresden 204. In Kooperation schenkten sie der bunten Fußballgruppe einen Satz Fußballtrikots für die anstehenden Turniere im Sommer, Leibchen für die wöchentliche Fußballrunde, Bälle und andere nützliche Dinge im Wert von insgesamt 500€.

Wieder in Fahrt: 50 ausrangierte Mieträder der Bahn gehen an Geflüchtete

Der Leiter des Bahnhofsmanagements Dresden, Heiko Klaffenbach, übergab die Räder am Freitag am Hauptbahnhof. Alle roten Flitzer sind verkehrssicher, einsatzbereit und – geputzt! Das Netzwerk Willkommen in Löbtau freut sich über die Spende, die neuen Drahtesel sind schon alle fest verplant.

Das Netzwerk Willkommen in Löbtau hat am Freitag 50 gespendete Fahrräder entgegengenommen, die

Die Bahn Bikes in den Katakomben des Hauptbahnhofs

Die Bahn Bikes in den Katakomben des Hauptbahnhofs

für geflüchtete Menschen bestimmt sind. Dabei handelt es sich um ausrangierte Mieträder der Deutschen Bahn. Gemeinsam verluden Ehrenamtler des Netzwerks und Mitarbeiter der Bahn am

Morgen die Drahtesel. „Fahrräder sind wichtig, denn wie wir alle sind geflüchtete Menschen in der ganzen Stadt unterwegs, um Freunde zu besuchen, aufs Amt oder zur Schule zu gehen“, erklärt Frederik Kuschewski, Pressesprecher und Leiter der AG Fahrrad vom Netzwerk Willkomen in Löbtau. „Mit dem Fahrrad ist man unabhängig und kostenlos mobil, zudem macht Radfahren einfach Spaß!“

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Heiko Klaffenbach vom Bahnhofsmanagement (links) übergibt die Räder an das Netzwerk.

Die Spende kommt keinen Tag zu spät, die 50 Räder sind bereits alle verplant. Ein Teil der Räder geht an Geflüchtete in Rossendorf. „Für die Menschen dort sind es mehrere Kilometer bis zum nächsten Supermarkt“, sagt Kuschewski. Weitere Fahrräder gehen an die Heimleitung der Übergangswohnheime auf der Tharandter Straße in Löbtau und in die Podemusstraße in Stetzsch. Bei der Heimleitung können sich Asylsuchende dann bei Bedarf eines der Räder ausleihen.

Vor einem Jahr stellte die Deutsche Bahn die Fahrradvermietung am Dresdner Hauptbahnhof ein – seitdem standen die roten Räder im Keller. Ab heute kommen sie wieder in Fahrt. Den Kontakt zwischen dem Löbtauer Netzwerk und der Bahn hat Jost Beckmann vermittelt. Er ist Marketingleiter bei DB Regio und aktuell im Sabbatical. „Das ist eine Phase, wo ich mir gesagt habe: Jetzt kann man mal etwas tun, statt immer nur zu reden.“