Ausflug nach Stolpen am 22. April 2017

Nichts kam dabei zu kurz: Kultur und Bildung, Naturgewalten mit Sonne, Sturm und Hagel, Begegnung mit Gesprächen, Speis und Trank, Umweltschutz durch voll ausgelastete Verkehrsmittel, viel Spaß …kurz: Es war ein voller Erfolg! Die Freizeitgruppe freut sich schon auf den nächsten Ausflug.

Unser Meister der Zahlen heißt Mohammad!

rummy-meister

Im Rahmen der Adventsfeier am 4. Dezember in Pappritz überreichte Wael Al Wareeth seinen ausgelobten Preis samt künstlerisch gestalteter Urkunde vor großem Publikum an Mohammad Mabda aus Syrien. Mohammad durfte sich über viel Beifall und Anerkennung freuen. Er hatte sich bei der Rummy-Meisterschaft nach einem langen, intensiven und unterhaltsamen Wettkampf verdient gegen eine starke und engagierte Konkurrenz durchgesetzt.

Zu den Spieleabenden im Pappritzer Wohnheim sind alle (Heimbewohner und Unterstützer) herzlich willkommen. Auch Anfänger und „Amateure“ haben viel Spaß bei Gesellschaftsspielen, wie z. B. „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Memory“, „Letra-Mix“, „Rummy“ und „Schach“. So lernen wir uns spielend besser kennen.

Stimmungsvolle Adventsfeier

Es wollte gar kein Ende nehmen. Immer wieder kamen neue Gäste, mussten weitere Stühle nachgeholt werden. Der große Veranstaltungsraum im Hans-und-Sophie-Scholl-Haus war rappelvoll an diesem zweiten Advent. Zum Glück war auch der Nachschub an selbstgebackenen Keksen und Köstlichkeiten aus Ruedas Küche schier unerschöpflich.

Gekommen waren nicht nur aktuelle Heimbewohner, sondern auch ehemalige und Flüchtlinge, die außerhalb des Übergangsheimes von Mitgliedern unserer Initiative betreut werden. Und natürlich viele ehrenamtliche Helfer und Engagierte. Wir haben Weihnachtslieder gesungen und Astrid Bodenstein gab dazu einen Überblick über Weihnachtsbräuche in Sachsen. Aber offenbar haben Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann und vor allem Weihnachtsgeschenke auch Einzug in die arabische Welt gehalten. Wael zeigte uns Fotos von Geschäften im Weihnachtsdekor und weihnachtlichen Fernsehunterhaltungsshows, in denen „Gloria in excelsis deo“ und „Stille Nacht“ auf Arabisch gesungen wurden.

Die Weihnachtsfeier ist immer auch ein Dankeschön des Vereins „Willkommen im Hochland“ an die vielen freiwilligen Helfer, ohne die es diese wunderbare Gemeinschaft zwischen Einheimischen und Flüchtlingen im Hochland nicht gäbe. Dass wir uns immer besser miteinander verständigen können, liegt am engagierten Deutschunterricht unserer Sprachgruppe: 200 Stunden pro Monat geben die ehrenamtlichen Lehrerinnen – das soll uns mal jemand nachmachen! Die Fahrradwerkstatt hat bislang mehr als 100 Zweiräder ausgeliehen. Fußball- und Basketballturniere, Ausflüge und Wanderungen, die Spieleabende am Dienstag, Begegnungen beim „Abendbrot am Freitag“, drei Länderinformationsabende beim „DonnersTalk“, Dorf- und Elbwiesenreinigung, die Kunstausstellung „Nahnu“, Frühstücksrunden und gemeinsames Kochen – die Liste der Aktivitäten von „Willkommen im Hochland“ ist in den zwei Jahren unseres Bestehens ganz schön lang geworden. Nicht zu vergessen: Kleiderkammer, Umzugshilfen, individuelle Betreuung.

Im ehemaligen Hotel herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, seit es zum Übergangswohnheim für Flüchtlinge geworden ist. Aber auch das Warten gehört dazu. Darauf wies Herbert Effinger, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Willkommen im Hochland“, hin. Das Warten auf den Asylbescheid, das vielen Bewohnern des Heimes viel zu lange dauert. Doch – das gab Herbert Effinger unumwunden zu – so sehr traurig war der Verein und mancher der ehrenamtlichen Helfer nicht, wenn manch einer länger im Heim wohnen blieb, als anfangs erwartet. Denn so haben sich über die Zeit auch Freundschaften ergeben, auf die keiner mehr verzichten möchte.

Besuch im Zauberschloss Schönfeld mit Bewirtung in der Kirchgemeinde

Fast 50 Interessierte –mit einigen Kindern – machten sich am 19.11. bei strömendem Regen auf nach Schönfeld zum Zauberschloss. Gefreut haben wir uns über zahlreiche Gäste, die im Stadtgebiet wohnen.

Kurzweilig und sachkundig führte Herr Gellrich vom Kunst- und Kulturverein Schloss Schönfeld e.V. durch das Schloss. Nicht nur unsere Gäste, sondern auch manche Einheimische staunten über die originalen Holzdecken und Wandmalereien im Schloss. Ein kleines Museum führct ein in die Welt der Magie – der Beruf des Zauberkünstlers gehört übrigens zu den ältesten Berufen. Der laute Ton eines riesigen Gongs und das Buch der Magie leiteten über zum 2. Teil, in dem wir einen kleine Einblick in die Welt der Zauberkunst. Die Herren Kay Gellrich, Dr. Steffen Taut und Matthieu Anatrella gaben Kostproben ihres Könnens. Das hat Lust auf „mehr“ geweckt! Vielen Dank!

Anschließend stärkten wir uns an liebevoll gedeckten Tischen mit gutem Kaffee und Tee, Kuchen und Brötchen. Wir danken Herrn Winkler und Team sehr herzlich!

Astrid Bodenstein

Nachbarschaftsgespräch am 21. Mai

Gespräch02Zum „Nachbarschaftsgespräch“ am 21.05.2016 hatte Willkommen im Hochland, gemeinsam mit dem Betreiber des Pappritzer Heimes für Asylsuchende, die Pappritzer Anwohnerinnen und Anwohner eingeladen. Es gab die Möglichkeit, mit dem Beitreiber Herrn Wolter, dem Heimleiter Herr Al Amir und der Psychologin Frau Klavina ins Gespräch zu kommen, sich zu informieren, und die eigenen Erfahrungen als Nachbar mitzuteilen. Wir wollten hören wo der Schuh drückt, aber auch, was gut läuft. Der Einladung folgten einige unmittelbare NachbarInnen und weitere Personen aus der Pappritzer Bürgerschaft, sowohl zahlreiche UnterstützerInnen des Vereins als auch einige erklärte Gegner des Asylbewerberheimes.

Wir haben uns gefreut, dass dabei auch kritische Aspekte angesprochen wurden, so ist zum Beispiel immer wieder eine Lärmbelästigung für einige NachbarInnen durch laute Unterhaltung im Heim zu verzeichnen – ein Problem, das von Anfang an in gewissem Umfang besteht. Insgesamt habe sich die Lage aber beruhigt und verbessert und für die anwesenden NachbarInnen komme es nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen. Das freut uns natürlich besonders, denn wir sind alle an einem friedlichen und ruhigen Miteinander in Pappritz interessiert. Herr Wolter sagte zu, so weit wie möglich zur weiteren Verringerung der Beeinträchtigungen beizutragen.

Einige AnwohnerInnen in etwas weiterer Entfernung erklärten, dass sie zu dem Treffen nicht zu kommen brauchten, weil sie ja gar nichts von dem Heim mitbekämen und also keine Probleme mitzuteilen hätten. Darunter waren durchaus auch ehedem erklärte GegnerInnen der Einrichtung des Heimes.

Unsere Ortsvorsteherin Frau Walter war ebenfalls vor Ort, sprach ausführlich mit dem Heimbetreiber, mit NachbarInnen und mit Mitgliedern des Vereines. Wir danken ihr, dass sie sich so viel Zeit genommen hat.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten, die an diesem Tag auch zum Vorschein kamen, war die Veranstaltung eine Gelegenheit zum konstruktiven Austausch. Wir wünschen uns, auch in Zukunft gemeinsam auszuloten, was wir miteinander für den Frieden und den Zusammenhalt in Pappritz tun können: Ortsvorsteherin, Ortschaftsrat und alle anderen BürgerInnen des Hochlandes, egal ob sie Asylsuchende unterstützen oder nicht, egal, ob sie die Asylpolitik in Deutschland begrüßen oder ablehnen. Wir tragen gerne weiter nach Kräften dazu bei, dass alle Menschen sicher und entspannt in unserem schönen Ort leben können.

Adelheid Fiedler für die Dialoggruppe

Erster Kochabend am 29. April

Das erste gemeinsame Kochen und Essen mit Adel Mohamad Afandi und zahlreichen anderen Bewohnern hat viel Spaß gemacht.

Gestaunt haben wir, mit welcher Gelassenheit und ohne Kochbuch „Chefkoch“ Adel für 25 Personen gekocht hat.

In Abwandlung des bekannten Sprichworts geht das Kennenlernen auch manchmal durch den Magen.

Schade, dass wir irgendwann satt waren…

Einig sind  wir uns, dass dieser erste Kochabend nicht der letzte war.

Hier einige Impressionen vom Abend:

Kochen für 20---kein Problem Konzentrierte Arbeit Alle helfen mit 5-Alle-helfen-mit 6-Alle-helfen-mit 8-Alle-helfen-mit Alle Herdplatten sind belegt Ein bisschen Salz könnte noch dran Ob's schon weich ist Angela und Chefkoch Adel Das Küchenteam Letzte Vorbereitungen Eine Auswahl der fertigen Speisen Ruhe vor dem Sturm Einfach köstlich

Donnerstalk in Pappritz

Länderabende

Seit gut einem Jahr leben nun Menschen aus aller Welt bei uns. Sie müssen sich im Alltag zurecht finden, unsere Gesetze, Sitten und Kultur kennen lernen. Doch was wissen wir über ihre Heimatländer, ihr Alltagsleben, ihre Kultur ?

Wir haben eine Veranstaltungsreihe organisiert, die uns die Herkunftsländer näher bringen soll. Viermal in diesem Jahr laden wir zum „DonnersTalk: Kulturen der Welt“ in das Hans-und Sophie-Scholl-Haus nach Pappritz ein.

Den Auftakt bildet am 21.April um 19 Uhr ein Vortrag mit Talk und Diskussion über den Iran. Unsere iranischen Heimbewohner freuen sich auf diesen Abend und wollen uns tatkräftig unterstützen.

Sollten sie Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf über presse@willkommen-im-hochland

Plakat zum ersten Länderabend

 

Spielend lernen …

… wir seit Februar unsere Pappritzer Heimbewohner noch besser kennen. Der Spieleabend an jedem Dienstag ist stets gut besucht. Bei den Klassikern wie „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Memory“ und „Mühle“, bei Kartenspielen wie „Uno“ und „Ligretto“ sowie bei Strategiespielen wie „Rummy“, „Letra-Mix“, „Vier gewinnt“ und „Schach“ kommen wir mit den Asylbewerbern und Flüchtlingen ins Gespräch und haben viel Spaß.

Schon Friedrich Schiller wusste vor über 220 Jahren, wie Integration geht:

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

(Quelle: Friedrich Schiller, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 15. Brief)

Spiele-02 Spiele-01 Spiele-03