Besuch im Zauberschloss Schönfeld mit Bewirtung in der Kirchgemeinde

Fast 50 Interessierte –mit einigen Kindern – machten sich am 19.11. bei strömendem Regen auf nach Schönfeld zum Zauberschloss. Gefreut haben wir uns über zahlreiche Gäste, die im Stadtgebiet wohnen.

Kurzweilig und sachkundig führte Herr Gellrich vom Kunst- und Kulturverein Schloss Schönfeld e.V. durch das Schloss. Nicht nur unsere Gäste, sondern auch manche Einheimische staunten über die originalen Holzdecken und Wandmalereien im Schloss. Ein kleines Museum führct ein in die Welt der Magie – der Beruf des Zauberkünstlers gehört übrigens zu den ältesten Berufen. Der laute Ton eines riesigen Gongs und das Buch der Magie leiteten über zum 2. Teil, in dem wir einen kleine Einblick in die Welt der Zauberkunst. Die Herren Kay Gellrich, Dr. Steffen Taut und Matthieu Anatrella gaben Kostproben ihres Könnens. Das hat Lust auf „mehr“ geweckt! Vielen Dank!

Anschließend stärkten wir uns an liebevoll gedeckten Tischen mit gutem Kaffee und Tee, Kuchen und Brötchen. Wir danken Herrn Winkler und Team sehr herzlich!

Astrid Bodenstein

Nachbarschaftsgespräch am 21. Mai

Gespräch02Zum „Nachbarschaftsgespräch“ am 21.05.2016 hatte Willkommen im Hochland, gemeinsam mit dem Betreiber des Pappritzer Heimes für Asylsuchende, die Pappritzer Anwohnerinnen und Anwohner eingeladen. Es gab die Möglichkeit, mit dem Beitreiber Herrn Wolter, dem Heimleiter Herr Al Amir und der Psychologin Frau Klavina ins Gespräch zu kommen, sich zu informieren, und die eigenen Erfahrungen als Nachbar mitzuteilen. Wir wollten hören wo der Schuh drückt, aber auch, was gut läuft. Der Einladung folgten einige unmittelbare NachbarInnen und weitere Personen aus der Pappritzer Bürgerschaft, sowohl zahlreiche UnterstützerInnen des Vereins als auch einige erklärte Gegner des Asylbewerberheimes.

Wir haben uns gefreut, dass dabei auch kritische Aspekte angesprochen wurden, so ist zum Beispiel immer wieder eine Lärmbelästigung für einige NachbarInnen durch laute Unterhaltung im Heim zu verzeichnen – ein Problem, das von Anfang an in gewissem Umfang besteht. Insgesamt habe sich die Lage aber beruhigt und verbessert und für die anwesenden NachbarInnen komme es nur zu geringfügigen Beeinträchtigungen. Das freut uns natürlich besonders, denn wir sind alle an einem friedlichen und ruhigen Miteinander in Pappritz interessiert. Herr Wolter sagte zu, so weit wie möglich zur weiteren Verringerung der Beeinträchtigungen beizutragen.

Einige AnwohnerInnen in etwas weiterer Entfernung erklärten, dass sie zu dem Treffen nicht zu kommen brauchten, weil sie ja gar nichts von dem Heim mitbekämen und also keine Probleme mitzuteilen hätten. Darunter waren durchaus auch ehedem erklärte GegnerInnen der Einrichtung des Heimes.

Unsere Ortsvorsteherin Frau Walter war ebenfalls vor Ort, sprach ausführlich mit dem Heimbetreiber, mit NachbarInnen und mit Mitgliedern des Vereines. Wir danken ihr, dass sie sich so viel Zeit genommen hat.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten, die an diesem Tag auch zum Vorschein kamen, war die Veranstaltung eine Gelegenheit zum konstruktiven Austausch. Wir wünschen uns, auch in Zukunft gemeinsam auszuloten, was wir miteinander für den Frieden und den Zusammenhalt in Pappritz tun können: Ortsvorsteherin, Ortschaftsrat und alle anderen BürgerInnen des Hochlandes, egal ob sie Asylsuchende unterstützen oder nicht, egal, ob sie die Asylpolitik in Deutschland begrüßen oder ablehnen. Wir tragen gerne weiter nach Kräften dazu bei, dass alle Menschen sicher und entspannt in unserem schönen Ort leben können.

Adelheid Fiedler für die Dialoggruppe

Erster Kochabend am 29. April

Das erste gemeinsame Kochen und Essen mit Adel Mohamad Afandi und zahlreichen anderen Bewohnern hat viel Spaß gemacht.

Gestaunt haben wir, mit welcher Gelassenheit und ohne Kochbuch „Chefkoch“ Adel für 25 Personen gekocht hat.

In Abwandlung des bekannten Sprichworts geht das Kennenlernen auch manchmal durch den Magen.

Schade, dass wir irgendwann satt waren…

Einig sind  wir uns, dass dieser erste Kochabend nicht der letzte war.

Hier einige Impressionen vom Abend:

Kochen für 20---kein Problem Konzentrierte Arbeit Alle helfen mit 5-Alle-helfen-mit 6-Alle-helfen-mit 8-Alle-helfen-mit Alle Herdplatten sind belegt Ein bisschen Salz könnte noch dran Ob's schon weich ist Angela und Chefkoch Adel Das Küchenteam Letzte Vorbereitungen Eine Auswahl der fertigen Speisen Ruhe vor dem Sturm Einfach köstlich

Donnerstalk in Pappritz

Länderabende

Seit gut einem Jahr leben nun Menschen aus aller Welt bei uns. Sie müssen sich im Alltag zurecht finden, unsere Gesetze, Sitten und Kultur kennen lernen. Doch was wissen wir über ihre Heimatländer, ihr Alltagsleben, ihre Kultur ?

Wir haben eine Veranstaltungsreihe organisiert, die uns die Herkunftsländer näher bringen soll. Viermal in diesem Jahr laden wir zum „DonnersTalk: Kulturen der Welt“ in das Hans-und Sophie-Scholl-Haus nach Pappritz ein.

Den Auftakt bildet am 21.April um 19 Uhr ein Vortrag mit Talk und Diskussion über den Iran. Unsere iranischen Heimbewohner freuen sich auf diesen Abend und wollen uns tatkräftig unterstützen.

Sollten sie Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf über presse@willkommen-im-hochland

Plakat zum ersten Länderabend

 

Spielend lernen …

… wir seit Februar unsere Pappritzer Heimbewohner noch besser kennen. Der Spieleabend an jedem Dienstag ist stets gut besucht. Bei den Klassikern wie „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Memory“ und „Mühle“, bei Kartenspielen wie „Uno“ und „Ligretto“ sowie bei Strategiespielen wie „Rummy“, „Letra-Mix“, „Vier gewinnt“ und „Schach“ kommen wir mit den Asylbewerbern und Flüchtlingen ins Gespräch und haben viel Spaß.

Schon Friedrich Schiller wusste vor über 220 Jahren, wie Integration geht:

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

(Quelle: Friedrich Schiller, Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen (1795), 15. Brief)

Spiele-02 Spiele-01 Spiele-03

Dringend gesucht werden bei den kalten Temperaturen und zur Einrichtung von Wohnungen:

  • Winterkleidung für Männer: Jacken, Schuhe, Hosen Mützen, Schals, Handschuhe
  • Joggingbekleidung / Turnschuhe
  • 1 Küchentisch für 4 Personen
  • 1 Nähmaschinengestell und gern auch funktionstüchtige Nähmaschinen
  • ( Hilfe zur Selbsthilfe) incl. Nähmaterialien / Scheren / Stoffe
  • Ein gut erhaltener Bürostuhl
  • Dinge für den Haushalt: wie Wäscheständer, Geschirr, Besteck, Putzmittel und -geräte, Mülleimer, Müllsäcke, Geschirrtücher, Abtreter, Schuhregale, Garderoben, Vorhänge
  • Rollkoffer, Reise- oder Sporttaschen

Wenn Sie etwas abgeben möchten, wenden Sie sich bitte direkt an uns unter spenden@willkommen-im-hochland.de. Bitte geben Sie Spenden nicht im Heim ab.

Wir danken Ihnen herzlich im Voraus.

Hohe Auszeichnung

Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat „Willkommen im Hochland“ am 6.Oktober den Sächsischen Bürgerpreis für gesellschaftlich-soziales Engagement verliehen. Wir freuen uns riesig über diese Anerkennung unserer Arbeit.

Der Ministerpräsident sagte dazu:

„Diejenigen, die sich engagieren, sind Teil einer breiten und machtvollen demokratischen Bewegung und gestalten dabei unsere Gesellschaft. Auf diese Gemeinschaftsleistung wird es auch bei den aktuellen Herausforderungen ankommen – bei der Unterbringung und der Integration von Asylsuchenden, aber auch bei der Verständigung und Aufklärung im Land.“

Der Bürgerpreis wird jährlich verliehen und vom Freistaat Sachsen, der Stiftung Frauenkirche und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank gesponsert, er ist mit 5000 € dotiert.

Wir danken allen unseren Helfern und Unterstützern. Diese Ehrung gilt unserem gemeinsamen Engagement und ist uns Ansporn, den eingeschlagenen Weg unbeirrt fortzusetzen.