Das Sprachcafé: Kontakte knüpfen in geselliger Atmosphäre

Es ist familiär in der Multifunktionseinrichtung „Platz Da“. Es stehen Tee, Gebäck und – jahreszeitlich konsequent – Kirschen auf dem flachen Tisch zwischen den Sofas. Die Gespräche sind vielseitig: Als ich ankomme geht es um den Jakobsweg, der ausgeschildert auch durch Sachsen antretbar ist.

Sprachcafe Dresden

Lockere Runde bei Tee und Kirschen im Sprachcafé

Mohammad, ein gerne lachender Syrer und Murat, noch etwas zurückhaltend, hören interessiert zu.

Mohammad kam vor 21 Monaten nach Deutschland. Momentan wartet er auf die Ergebnisse seines letzten Deutschkurses. Die Klausuren müssen erst nach Nürnberg geschickt, das kann mehrere Wochen dauern. Er möchte Medizintechnik studieren, in jedem Fall etwas, womit er einmal nach Syrien zurück gehen kann um seinem Land zu helfen.

Das Sprachcafé bietet Austausch und andere Hilfe

Und Mohammad wäre nicht der erste, der von Werner und Peter auf diesem Weg begleitet wird. „Letzes Jahr waren einige Äthiopier hier“, sagt Peter, der sichtlich Spaß am interkulturellen Austausch hat, „mitlerweile haben viele aber einen zu vollen Terminkalender“. Sie haben ihren Platz in der Altenpflege oder an der Universität gefunden.

Ausländische Gäste beim Sprachcafé

Werner, Peter, Murat und Mohammad (v.l.) beim Sprachcafé

Es sind diese kleinen Erfolgsgeschichten, die wahrscheinlich auch Werner bereits über zwei Jahre motivieren jeden Dienstag das Sprachcafé zu organisieren. „Wir hatten hier schon volles Haus, mit Geflüchteten, die Anschluss suchten, aber auch Studenten aus Thailand oder Frankreich,“ sagt er, „momentan ist es allerdings ruhig.“ Der letzte Feiertag nach Ramadhan überlagert noch die Gedanken vieler derer, die kommen könnten. Das wird sich wahrscheinlich im Sommer ändern.

Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage

Aber ein zweites Problem, neben der Durstrecke durch den Ramadhan spricht Werner noch an: Viele die neu ankommen, wissen nicht, dass es dieses Angebot gibt. Obwohl die Nachfrage kaum zurückgegangen sein dürfte. Daher soll nach der Sommerpause eine kleine Werbeoffensive folgen. Für mehr Austausch. Und für noch mehr kleine und große Erfolgserlebnisse.

Vom 05.07. – 14.08. geht das Sprachcafé in die Sommerpause

Sowohl die AG Sprachcafé als auch die AG Öffentlichkeitsarbeit freuen sich über Zulauf:
Wer Interesse hat mitzuhelfen, mitzubewerben, am Ball zu bleiben oder einfach Spaß und Lust an Neuem hat ist herzlich eingeladen zum nächsten Treffen kommen:

Das nächste Sprachcafé findet am 04.07.2017 im Platz Da! in der Wernerstraße 21 statt.

Ausflug nach Stolpen am 22. April 2017

Nichts kam dabei zu kurz: Kultur und Bildung, Naturgewalten mit Sonne, Sturm und Hagel, Begegnung mit Gesprächen, Speis und Trank, Umweltschutz durch voll ausgelastete Verkehrsmittel, viel Spaß …kurz: Es war ein voller Erfolg! Die Freizeitgruppe freut sich schon auf den nächsten Ausflug.

Streuobstwiesenaktion auf dem Permahof

Am 18.3. waren wir mit zwei geliehenen Bussen auf dem Permahof in Hohburkersdorf und haben Obstbäume gepflanzt. Wegen sehr schlechtem Wetter (Sturm, Regen –> Schlamm) mussten wir leider bald abbrechen.

Beide Busse blieben auf einer Wiese im Schlamm stecken und wurden von einem Fahrzeug mit Allradantrieb herausgezogen.

Im Zelt waren wir dann regensicher.

IMG_8725
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 123k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 118k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 106k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 095k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 092k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 086k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 078k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 075k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 066k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 061k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 058k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 053k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 047k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 034k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 027k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 018k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 015k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 006k
2017-03-18 – Streuobstwiese Flüchtlinge – 004k

Drachenbootrennen zum Elbhangfest – Wir sind wieder dabei

Wenn wir 2016 auch nicht die Schnellsten und Perfektesten waren, so hatten wir doch viel Spaß.

Der Herzenspreis der Zuschauer ging auf alle Fälle an uns!

Die Heimbewohner und wir – ihre Unterstützer – haben uns mal von einer anderen Seite kennen gelernt. Das war vielleicht das Schönste!

Also: Mitmachen ist alles und eröffnet neue Perspektiven!

Habt ein bisschen Mut und steigt mit ein in unser Boot!

Termin des Drachenbootrennens : 24. und 25. Juni am Blauen Wunder (Loschwitzer Seite)
Zwei Bedingungen: Schwimmen muss man können! Bereitschaft zu einem Training  am 10./11.06. muss vorhanden sein.
Ich freue mich auf alle Teilnehmer!

Bitte meldet Euch an: Freizeit@willkommen-im-hochland.de

Danke und liebe Grüße Angela Gierke

Oh du fröhliche …

… Kinder und Erwachsene mit leuchtenden Augen musizierten und sangen an Heiligabend im Pappritzer Wohnheim Weihnachtslieder, lauschten der Geschichte der „Vier Kerzen“ (Frieden – Glauben – Liebe – Hoffnung) und hörten aufmerksam den Klängen der Hörner sowie der Gitarre und Ukulele zu.

Viele Heimbewohner und Flüchtlingsfamilien außerhalb des Wohnheims sowie Jugendliche aus dem benachbarten AWO Kinder- und Jugendhaus waren der Einladung unseres Vereins Willkommen im Hochland gefolgt. Alle freuten sich über ein kleines Geschenk, die Weihnachtsmusik und Gespräche; sie waren sehr dankbar.

Unser besonderer Dank gilt den Hornisten und Gitarristen für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung.

Unser Meister der Zahlen heißt Mohammad!

rummy-meister

Im Rahmen der Adventsfeier am 4. Dezember in Pappritz überreichte Wael Al Wareeth seinen ausgelobten Preis samt künstlerisch gestalteter Urkunde vor großem Publikum an Mohammad Mabda aus Syrien. Mohammad durfte sich über viel Beifall und Anerkennung freuen. Er hatte sich bei der Rummy-Meisterschaft nach einem langen, intensiven und unterhaltsamen Wettkampf verdient gegen eine starke und engagierte Konkurrenz durchgesetzt.

Zu den Spieleabenden im Pappritzer Wohnheim sind alle (Heimbewohner und Unterstützer) herzlich willkommen. Auch Anfänger und „Amateure“ haben viel Spaß bei Gesellschaftsspielen, wie z. B. „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Memory“, „Letra-Mix“, „Rummy“ und „Schach“. So lernen wir uns spielend besser kennen.

Stimmungsvolle Adventsfeier

Es wollte gar kein Ende nehmen. Immer wieder kamen neue Gäste, mussten weitere Stühle nachgeholt werden. Der große Veranstaltungsraum im Hans-und-Sophie-Scholl-Haus war rappelvoll an diesem zweiten Advent. Zum Glück war auch der Nachschub an selbstgebackenen Keksen und Köstlichkeiten aus Ruedas Küche schier unerschöpflich.

Gekommen waren nicht nur aktuelle Heimbewohner, sondern auch ehemalige und Flüchtlinge, die außerhalb des Übergangsheimes von Mitgliedern unserer Initiative betreut werden. Und natürlich viele ehrenamtliche Helfer und Engagierte. Wir haben Weihnachtslieder gesungen und Astrid Bodenstein gab dazu einen Überblick über Weihnachtsbräuche in Sachsen. Aber offenbar haben Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann und vor allem Weihnachtsgeschenke auch Einzug in die arabische Welt gehalten. Wael zeigte uns Fotos von Geschäften im Weihnachtsdekor und weihnachtlichen Fernsehunterhaltungsshows, in denen „Gloria in excelsis deo“ und „Stille Nacht“ auf Arabisch gesungen wurden.

Die Weihnachtsfeier ist immer auch ein Dankeschön des Vereins „Willkommen im Hochland“ an die vielen freiwilligen Helfer, ohne die es diese wunderbare Gemeinschaft zwischen Einheimischen und Flüchtlingen im Hochland nicht gäbe. Dass wir uns immer besser miteinander verständigen können, liegt am engagierten Deutschunterricht unserer Sprachgruppe: 200 Stunden pro Monat geben die ehrenamtlichen Lehrerinnen – das soll uns mal jemand nachmachen! Die Fahrradwerkstatt hat bislang mehr als 100 Zweiräder ausgeliehen. Fußball- und Basketballturniere, Ausflüge und Wanderungen, die Spieleabende am Dienstag, Begegnungen beim „Abendbrot am Freitag“, drei Länderinformationsabende beim „DonnersTalk“, Dorf- und Elbwiesenreinigung, die Kunstausstellung „Nahnu“, Frühstücksrunden und gemeinsames Kochen – die Liste der Aktivitäten von „Willkommen im Hochland“ ist in den zwei Jahren unseres Bestehens ganz schön lang geworden. Nicht zu vergessen: Kleiderkammer, Umzugshilfen, individuelle Betreuung.

Im ehemaligen Hotel herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, seit es zum Übergangswohnheim für Flüchtlinge geworden ist. Aber auch das Warten gehört dazu. Darauf wies Herbert Effinger, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Willkommen im Hochland“, hin. Das Warten auf den Asylbescheid, das vielen Bewohnern des Heimes viel zu lange dauert. Doch – das gab Herbert Effinger unumwunden zu – so sehr traurig war der Verein und mancher der ehrenamtlichen Helfer nicht, wenn manch einer länger im Heim wohnen blieb, als anfangs erwartet. Denn so haben sich über die Zeit auch Freundschaften ergeben, auf die keiner mehr verzichten möchte.