Kochabend mit Geflüchteten in der Adventgemeinde

Am 12. März 2015 fand ein Kochabend im Gemeinderaum der Adventgemeinde Dresden-West auf der Poststraße statt. Treffpunkt für die gemeinsame Aktion von Geflüchteten und Mitgliedern des Netzwerks “Willkommen in Löbtau” war zunächst das Übergangswohnheim “T8″. Erst einmal ging es zur nahegelegenen Löbtau-Passage, um zusammen die Zutaten für den arabisch-deutschen Kochabend einzukaufen.

Im Anschluss wurde kräftig geschnippelt, frittiert und gekocht, bis der durch den Dampf ausgelöste Feueralarm für eine kurze, schrille Unterbrechung sorgte. Tischtennis spielen, Kickern und arabisch-deutsches Memory boten Gelegenheit für weitere Abwechslung und etwas Erholung vom “harten” Kochalltag. Ein bereitliegender Atlas ermöglichte außerdem Gespräche über die Heimat der T8-Bewohner.

Da die Teilnehmerzahl im Laufe des Abends von 14 auf 30 anstieg, mussten zusätzliche Tische aufgebaut werden. Auf der Speisekarte standen Hummus, Falafel, Hühnchen mit Minze, Nudeln, Reis und Tomatensuppe. Nachdem auch der letzte Magen durch eine eilig beschaffte Notportion Nudeln mit Tomatensoße gefüllt war, wurde noch aufgeräumt und abgewaschen. Es wurde viel gelacht, gekickert und die ein oder andere Vokabel ausgetauscht.

Zubereitung der Falafel Das Resultat des gemeinsamen Kochens Essen in großer Runde Zur Abwechslung ein Kickermatch

Gemeinsamer Ausflug mit Vokabeltraining und Einladung zum Tee

Das Netzwerk “Willkommen in Löbtau” hat am Sonntag den 15. März 2015 zusammen mit 11 Asylsuchenden aus dem Übergangswohnheim Tharandter Straße 8 einen Ausflug zum Hohen Stein im Stadtteil Dresden-Plauen unternommen.

Der gemeinsame Nachtmittag begann zunächst mit einer Einladung zum Tee. Um 14:30 Uhr waren schließlich alle versammelt und es konnte losgehen. Der Spaziergang startete an der Asylunterkunft und führte entlang der Weißeritz, am Haltepunkt Plauen vorbei, durch den Bienertpark hinauf zum Naturdenkmal Hoher Stein. „Die Geflüchteten hatten sichtlich Spaß mit den Sportgeräten an der Weißeritz. Wir waren dann lange an den Aussichtspunkten oberhalb des Plauenschen Grundes. Dort wurde viel fotografiert und gefilmt.“, erzählt Petra Fischer, ein Mitglied der Praxisgruppe und Initiatorin der Aktion.

Neben dem Kennenlernen der näheren Umgebung stand bei dem Sonntagsausflug auch die Verbesserung der Deutschkenntnisse auf dem Programm. „Ich hatte zwei Vokabellisten vorbereitet und verteilt. Darauf war alles Mögliche entlang des Weges (Straße, Brücke, Fluss, Ampel, Eisenbahn, Bahnhof, Sternwarte, Aussichtsturm, …) als Bild dargestellt, jeweils zusammen mit der deutschen Bezeichnung. Das kam richtig gut an.“, berichtet Petra Fischer.

Der Rückweg wurde an der Bienertmühle mit einem kleinen Abstecher zur Weißeritz verbunden. Um 16 Uhr endete der Spaziergang am Wohnheim und die gesellige Teerunde vom Anfang des Nachmittags wurde bis ca. 18 Uhr fortgesetzt. Dabei erzählten die Geflüchteten von ihren Arbeitswünschen, holten sich Rat zu Behördendokumenten und das Vokabeltraining wurde auf Gegenstände im Wohnbereich ausgedehnt.

„Ein Bewohner, der sich mit allen verständigen kann und gut deutsch versteht, war bei den Gesprächen eine große Hilfe. Am Ende haben sich alle nochmals bedankt. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug.“, sagt Petra Fischer abschließend über die gelungene Aktion.

 

Aussichtsturm auf dem Hohen Stein

Aussichtsturm auf dem Hohen Stein

Blick über Plauenschen Grund

Blick über Plauenschen Grund