Aktuelles

Stellenausschreibung bei Willkommen in Löbtau e.V. als „Koordinator*in“

Im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung von Willkommen in Löbtau e.V. wurden 2018 zwei Stellen als Minijob eingerichtet (Koordination des Gesamtnetzwerkes und Koordination von der AG Ausbildung & Arbeit).

Die Stelle als Koordinator*in für das Gesamtnetzwerk ist ab 01.01.2019 neu zu besetzen! 

Das Hauptaufgabenfeld ist die Koordination der Organisation des Gesamtnetzwerks mit den Schwerpunkten Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit erfolgt in Abstimmung mit dem Orga-Team hauptsächlich im Home-Office.

Bewerbungsschluss ist der 01.12.2018. Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen von engagierten Menschen! Zur kompletten Stellenausschreibung geht es hier…

„Ohne die Freiwilligen können Sie das vergessen!“ – Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zu bürgerschaftlichem Engagement in der Arbeitsmarktintegration

Die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist derzeit – und sicherlich auch für die kommenden Jahre – eine der drängendsten Herausforderungen im Kontext von Migration und Integration.

Von den ca. 1,47 Millionen Geflüchteten, die seit 2015 in Deutschland angekommen sind, hat jeder Vierte mittlerweile Arbeit gefunden. Jeder Fünfte ist sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Weitere 100.000 Flüchtlinge werden 2018 voraussichtlich eine Arbeit finden. […] Nichtsdestoweniger sind viele hunderttausend Menschen in der Grundsicherung Hartz IV. Und wenn andere wissenschaftlichen Aussagen stimmen, dass es in der Regel 15 Jahre dauert, bis Flüchtlinge bei der Arbeitsmarktintegration das Niveau anderer Einwanderer erlangen, stehen wir in Deutschland am Anfang einer andauernden und komplexen Phase der Integration.“ (Erler/Prytula/Grotheer 2018: S. 6)

Vor diesem Hintergrund untersuchte die Bertelsmann Stiftung in ihrer Studie, wie eine realistische Perspektive für die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt aussehen kann. Anhand von fünf lokalen Fallstudien wurden Ansatzpunkte und Handlungsstrategien bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten herausgearbeitet. Ebenso geben die Autoren Handlungsempfehlungen und Ratschläge für kommende Herausforderungen der Arbeitsmarktintegration. Untersucht wurde im Rahmen der lokalen Handlungsstrategien auch das Engagement der AG „Ausbildung und Arbeit“ von Willkommen in Löbtau e.V. Als „Exemplarische Handlungsansätze“ flossen das Patenschafts-Konzept, das professionelle Niveau der Ehrenamtlichen und die Öffentlichkeitsarbeit/Lobbyarbeit als positive Beispiele in die Studie mit ein.

Das Ergebnis der Autoren: freiwilliges Engagement ist eine erfolgsversprechende Ressource zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Diese Ressource darf weder unterschätzt noch vergessen werden, wenn Integration gelingen soll.

Als Verein freuen wir uns über das klar umrissene Ergebnis und die damit einhergehende Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit. Nichtsdestotrotz darf sich die Politik nicht auf den Schultern zahlreicher engagierter Menschen ausruhen, sondern ist am Zug Integrationsleistungen von Geflüchteten zu ermöglich und anzuerkennen.

Die ganze Studie kann hier (https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_ZZ_Arbeitsmarktintegration-von-Gefluechteten_2018.pdf) nachgelesen werden. Die Arbeit der AG Ausbildung und Arbeit wird auf den Seiten 57 und 58 näher beleuchtet.

WIR | WE | NAHNU in der ehs

Bis Ende des Jahres ist die Ausstellung in den Räumen der Evangelischen Hochschule für Soziales zu sehen. Am 4. Oktober wurde sie im Rahmen der Paradiesnacht eröffnet. Zu sehen sind Arbeiten von Ahmad M. Kaddoura, Elena Pagel, Fares Garabet, Louai Darwich, Nazanin Zandi, Olga Guse, Saad Al Ashek, Samer Eid und Wael Al Wareeth.

Willkommen in Löbtau e.V. bei Dresden is(s)t bunt – ein Gastmahl für alle

Dresden isst bunt 2018

 

Bereits zum dritten Mal war ganz Dresden eingeladen, sich am „Gastmahl für alle“ bei der Veranstaltung Dresden is(s)t bunt zu beteiligen. Auch Willkommen in Löbtau e.V. folgte erneut dem Aufruf: am 19.06.2018 ab 17 Uhr gesellten wir uns an die lange Tafel um gemeinsam zu essen, trinken, spielen und uns auszutauschen.

 

Dresden isst bunt 2018 Musik

 

Neben unserem Verein waren zahlreiche weitere Vereine, Institutionen und Politiker*innen an den 250 Tischen vertreten. Das gemeinsame Essen wurde von einem breitgefächerten Unterhaltungsprogramm begleitet – hier durfte jede*r mitmachen.

 

 

Den musikalischen Auftakt zum Gastmahl 2018 machten die Musaik-Kinder des Vereins Musaik e.V. Zu den weiteren Highlights des Programms zählten unter anderem der Beitrag von Sängerinnen und Sängern der Staatsoperette Dresden, die mit beliebten und bekannten Opern- und Operettenhits die Gäste am Staatsoperetten-Tisch unterhielten und nebenbei sogar ihre Kochkünste unter Beweis stellten.

An unserem Tisch von Willkommen in Löbtau konnten Interessierte das deutsch-arabische Integrationsspiel Paraaby ausprobieren oder sich bei einem Tisch-Kicker in ihren händischen Fußballkünsten messen.

Dresden isst bunt 2018 Essen

 

Wir bedanken uns herzlich bei Dresden Respekt und der Cellex Stiftung für die Einladung und freuen uns bereits auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein!

Weitere Bilder und Eindrücke zu dem Abend findet ihr bei den Dresdner Neuste Nachrichten

Ausflug in die Sächsische Schweiz am 22. April 2018

Beim letzten Ausflug ging es am 22.04. an den Rand der Sächsischen Schweiz. Die PKW parkten wir in Porschendorf und stiegen von dort zum Breiten Stein (230m) empor. Dieses Mal waren wir etwas weniger (11), dafür hatte jeder Gelegenheit mit jedem ins Gespräch zu kommen. Immer wieder beliebt: das Picknick unterwegs. Fast jeder hatte etwas mitgebracht. Auch das Aprilwetter meinte es gut mit uns. Gegen 16.00 Uhr waren wir wieder zurück in Pappritz. Und wir hoffen, dass der eine oder andere entstandene Kontakt erhalten bleibt.

Bis zum nächsten Mal.

 

Sport verbindet! Fußballgruppe „Willkommen in Löbtau e.V.“ beim 2. Welcome United Cup Dresden

Ganz nach dem Motto „Sport verbindet“ lud der Johanniter Regionalverband Dresden acht Fußballmannschaften aus Dresden und Umgebung zum 2. Welcome United Cup Dresden am 26. Mai 2018 ein. Auch Willkommen in Löbtau e.V. war mit einer Mannschaft dabei.

2. Welcom United Cup DresdenAb 14 Uhr begann das Turnier auf dem Spielfeld des SC Borea Dresden e.V. In 4 Vorrundenspielen wurden die Stärken der einzelnen Teams ausgelotet, bevor es dann in zwei weiteren Spielen um die finale Platzierung ging. Da die einzelnen Spiele jeweils nur 10 Minuten dauerten, mussten alle Spieler von Anfang an zu 100% dabei sein. Trotz gut überlegter Spielstrategie, starken Zweikämpfen und Torinstinkt musste unsere Mannschaft die ein oder andere Niederlage akzeptieren.

Im entscheidenden Moment ersparte unser Abwehrchef der Mannschaft die Qual des 9-Meter Schießens: Durch einen perfekt inszenierten Stellungsfehler – und damit Eigentor – konnten sich unsere letzten Gegner den 5. Platz erkämpfen und wir nahmen stolz den 6. Platz entgegen. Die ad hoc zusammengewürfelten Spieler des Teams von Willkommen in Löbtau e.V. äußerten nach dem Turnier den Wunsch, öfters auch im Training bereits als Team zusammenzuspielen. Inwieweit dies umgesetzt werden kann, wird sich in den kommenden Wochen beim freitäglichen Training zeigen.

2. Welcome United Cup Dresden Essen

Dass nicht nur Fußball, sondern auch gemeinsames Essen, Trinken & gemütliches Beisammensein verbindet, zeigte der Johanniter Regionalverbund mit seiner anschließenden Gastfreundschaft. Just im Anschluss an das letzte Vorrundenspiel wurde der Grill angeworfen und gekühlte Getränke serviert. So waren alle Spieler für die Preisverleihung um 17 Uhr wieder erfrischt und konnten ihren verdienten Applaus entgegennehmen.

Unsere Mannschaft & Begleitung hatten viel Spaß beim gemeinsamen Turnier und hoffen auf eine erneute Einladung im nächsten Jahr.

Ein großes Dankeschön geht an den Johanniter Regionalverband Dresden für die Ausrichtung des Spieles sowie die Versorgung des leiblichen Wohles. Ein Dank gilt auch dem SC Borea Dresden e.V., dessen Spielstätte genutzt werden konnte.

„Erste“ Mitgliedervollversammlung von Willkommen in Löbtau e.V.

Kommende Woche Mittwoch, den 25.04.2018, findet ab 19 Uhr im Kleinen Saal der Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Str. 30) die „erste“ Mitgliedervollversammlung von Willkommen in Löbtau e.V. statt – denn seit diesem Jahr sind wir ein offiziell eingetragener Verein. Beim „letzten“ großen Netzwerktreffen im vergangen Herbst wurde aus dem bis dahin losen Netzwerk des Stadtteils der Verein „Willkommen in Löbtau“. Die bisherigen großen Netzwerktreffen werden seitdem abgelöst durch eine einmal im Jahr einberufene Mitgliedervollversammlung, wie sie kommenden Mittwoch stattfindet, und regelmäßigen offenen Orga-Runden.

Der Schritt in Richtung Verein wurde gewählt, um den vielen ehrenamtlich tätigen Menschen bei Willkommen in Löbtau weiterhin eine solide & nachhaltige Basis für ihr Engagement und ihre Projekte zu bieten. Mittlerweile schauen wir schon auf über 3 Jahre Netzwerkgeschichte zurück…Als die Stadt Dresden Ende 2014 beschloss, ein Übergangswohnheim für 40 Asylsuchende im Stadtteil Löbtau einzurichten, zeigte sich unter vielen Bürger*innen eine ablehnende bis rassistische Haltung gegenüber den neuen Bewohner*innen des Stadtviertels. Daraufhin schlossen sich Kirchgemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, engagierte Einzelpersonen, Vereine und Parteien aus dem Stadtteil zusammen und gründeten das Nachbarschaftsnetzwerk Willkommen in Löbtau. Aus diesem anfangs losen Zusammenschluss von über 200 Menschen konstituierte sich basisdemokratisch und allein durch ehrenamtliches Engagement eine Willkommensinitiative, die Geflüchtete weit über die Stadtteilgrenzen hinaus in ihrem Integrationsprozess fördert und begleitet.

Aktuell organisiert sich unser Verein in 12 verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die Geflüchtete vom Spracherwerb über Sportaktivitäten & Hobbygärtnern bis zum Eintritt in den Arbeitsmarkt unterstützen. Wir sind aber nicht nur ein Unterstützernetzwerk für Geflüchtete: Bei unserer wöchentlichen Nähwerkstatt etwa kommen stets auch zahlreiche Altlöbtauer*innen zusammen und tauschen sich bei Nadel & Faden über die neusten Entwicklungen im Stadtteil aus.

Egal ob Netzwerk oder Verein: wir sind weiterhin offen für alle Menschen, ob Mitglied oder nicht, denen ein tolerantes & respektvolles Miteinander in der Nachbarschaft und der Stadt wichtig sind.

Daher laden wir alle Mitglieder, interessierte & neugierige Menschen herzlich zu unserer Mitgliederversammlung in der Hoffnungskirche ein. Dort könnt ihr nicht nur andere Mitglieder, sondern auch alle Arbeitsgemeinschaften des Vereins kennenlernen. Wir freuen uns auf Euch!

„Und die Vögel werden singen“ Konzert mit Aeham Ahmad

29. April 2018, 16:00 Uhr

Konzert und Lesung  mit Aeham Ahmad und Babette Kuschel aus dem Buch von Aeham Ahmad „Und die Vögel werden singen“

Maria am Wasser
Kirchgasse 6
01326 Dresden
Eintritt frei

Willkommen im Hochland lädt gemeinsam mit Katrin Meingast und dem Kultursalon  Alte Weinpresse Wachwitz zu einem Konzert mit dem palästinensisch-syrischen Pianisten Aeham Ahmad ein. Zu den Kooperationspartnern gehört auch die Initiative Gustavheim.

Das Konzert wird gefördert von der Landeshauptstadt Dresden.

International bekannt wurde Aeham Ahmad durch sein Klavierspiel inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenser Lagers Yarmouk bei Damaskus. Die Bilder und Videos des jungen Mannes, der umgeben von Schutt und Zerstörung musiziert, gingen tausendfach um die Welt. Jetzt kommt Aeham Ahmad Ende April 2018 nach Dresden.
Für seine Auftritte in den zerstörten Straßenzügen nutzt er ein Klavier, welches er unter Lebensgefahr auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fährt. Um vor allem den Kindern und Jugendlichen Hoffnung zu geben, vertont er zuerst Texte seiner Freunde mit einfachen Akkorden und schwungvollen Refrains. Immer wieder spielt er aber auch Beethoven, Bach sowie Chopin, Jazz oder Mozart und eigene Lieder.
Vor dem Bürgerkrieg hat Aeham Ahmad in Damaskus und Homs Musik studiert und träumt von einer internationalen Karriere als klassischer Pianist. Sein Wunsch, sein Studium im Ausland zu vertiefen, erfüllt sich nicht. Als palästinensischer Flüchtling bekommt er anders als seine syrischen Kommilitonen, die zum Studium nach Frankreich oder Deutschland ziehen, keinen syrischen Pass. So bleibt er mit seiner Familie in Yarmouk und erlebt hier, wie der Ort von IS-Kämpfern besetzt wird.
Schließlich zünden IS-Dschihadisten, für die klassische Musik eine Sünde ist, bei einer Kontrolle vor seinen Augen sein Klavier an. Daraufhin entscheidet er sich zur Flucht. Wie hunderttausende Menschen schlägt er sich über Land zur türkischen Küste durch, von dort mit einem Schlauchboot auf eine kleine griechische Insel und weiter über die Balkanroute bis er schließlich im September 2015 in Deutschland ankommt. Er war gezwungen, seine Frau und seine beiden Söhne zurück zu lassen. Die Familie konnte inzwischen im Rahmen der Familienzusammenführung nachkommen.
Seine ersten Auftritte hatte Aeham Ahmad bereits im Oktober 2015 bei einem Konzert für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer in München; seither folgten über 200 Konzerte. Mittlerweile tritt er in ganz Europa auf, Mitte April 2018 in Japan.
2015 zeichnet ihn die Johannes-Wasmuth-Gesellschaft in Bonn mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion aus.

Informations- und Gesprächsabend “Drogengebrauch und Drogenmissbrauch bei Geflüchteten”

Termin

Dienstag, 08.05.2018, 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort

Ortsamt Loschwitz, Grundstraße 3 (Körnerplatz; Linien 61 und 63)

Veranstalter

„Willkommen im Hochland e.V.“ in Kooperation mit Gesundheitsamt der Stadt
Dresden, Abt. Sozialpsychiatrischer Dienst, Jugend- und Drogenberatungsstelle

Referentinnen

Juliane Gießler-Korte, Maike Krause

Thematische Schwerpunkte

1. Soziokultureller Hintergrund
Warum nehmen Flüchtlinge Drogen?
Wie stark ist die Gewohnheit in Herkunftsländern Drogen zu konsumieren?

2. Kriminalstatistische Daten
Gibt es eine Dealerstruktur in Dresden und wenn ja, aus welchen Ländern
kommen Sie und was macht die Polizei dagegen?

3. Handlungsmöglichkeiten
Gibt es Möglichkeiten, den Zugang zu Drogen zu verhindern?
Welche Möglichkeiten haben die Sozialbetreuer, das Sozialamt, das
Gesundheitsamt, Ehrenamtliche Einfluss auf Drogenkonsum zu nehmen, ihn zu
benennen und einen Drogenentzug zu veranlassen?
Lassen sich Strukturen entwickeln, die den Drogenkonsum insbesondere für
junge Geflüchtete eindämmen können?

4. Aktueller Stand in Dresdner Suchtberatungsstellen
Sind die Suchtberatungsstellen auf Flüchtlinge eingestellt?

Die Veranstaltung richtet sich hauptsächlich an ehrenamtliche und hauptamtliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe, vorwiegend im Einzugsbereich
der Regionalzuständigkeit für Dresden-Nord. Der Eintritt ist frei.

gez. Prof. Dr. Herbert Effinger und Astrid Bodenstein für den Vorstand von „Willkommen
im Hochland“ e.V.