Aktuelles

Rede von Dresden Nazifrei auf der Veranstaltung „Offen und bunt – Dresden für alle“

gehalten von Jakob Gilles, Bündnissprecher
(Dieser Text stellt das Redemanusskript dar. Kleine Abweichungen beim tatsächlich Gesagten, sind spontan durch den Redner vorgenommen worden.)

Liebe Menschen,

Ich freue mich heute so viele von euch und ihnen hier zu sehen, die gekommen sind, um ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen Pegida zu setzen.

Ich spreche hier für das Bündnis „Dresden Nazifrei!“. Wir sind ein antifaschistisches, spektrenübergreifendes Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, Antifagruppen, Jugendverbänden und Einzelpersonen. Wir stellen uns Nazis, Rassistinnen und Rassisten und ihren Demonstrationen in den Weg.

Rede von Dresden Nazifrei auf der Veranstaltung „Offen und bunt – Dresden für alle“

gehalten von Jakob Gilles, Bündnissprecher
(Dieser Text stellt das Redemanusskript dar. Kleine Abweichungen beim tatsächlich Gesagten, sind spontan durch den Redner vorgenommen worden.)

Liebe Menschen,

Ich freue mich heute so viele von euch und ihnen hier zu sehen, die gekommen sind, um ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen Pegida zu setzen.

Ich spreche hier für das Bündnis „Dresden Nazifrei!“. Wir sind ein antifaschistisches, spektrenübergreifendes Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, Antifagruppen, Jugendverbänden und Einzelpersonen. Wir stellen uns Nazis, Rassistinnen und Rassisten und ihren Demonstrationen in den Weg.

Großes Interesse in Löbtau an Dialog mit Politik und Flüchtlingen

Am 28. Januar 2015 folgten etwa 350 ZuhörerInnen der Einladung des Netzwerks „Willkommen in Löbtau“ zur Podiumsdiskussion „Geflüchtete in Löbtau – eine Herausforderung?!“ in die Hoffnungskirche. Damit wollte das Netzwerks, ein Zusammenschluss aus engagierten BürgerInnen, Kirchgemeinden, Vereinen und verschiedenen Parteien, mit alteingesessenen LöbtauerInnen über die Eröffnung eines neuen Übergangsheims im Stadtteil ins Gespräch kommen.

Das Besondere an dem von Dr. Petra Schickert vom Kulturbüro Sachsen und Marko Schmidt vom Sächsischen Flüchtlingsrat moderierten Podium war, dass mit Kassem Taher Saleh jemand zu Wort kam, dessen Familie selbst nach Deutschland geflüchtet ist. Für seine aus dem Irak stammenden Eltern sei die Zeit im Heim noch heute ein unangenehmes Thema.
Dr. Ingrid Blankenburg, Sozialbetreuerin von AsylbewerberInnen, bestätigte die Schwierigkeit, sich in einer wegen Arbeitsverbots erzwungener Untätigkeit zu integrieren, gerade, wenn ein ungewohntes kulturelles Umfeld und beengte Wohnverhältnisse hinzukämen. Interkulturelle Sensibilisierung für alle Seiten sei in diesem Fall essentiell und werde gerade auch von geflüchteten Jungen und Männern positiv aufgenommen.
Marko Schmidt wies auch darauf hin, dass AsylbewerberInnen nur begrenzten Zugang zu medizinischer Versorgung und Sprachkursen haben und dass der Betreuungsschlüssel für Asylbewerberinnen viel zu niedrig sei.
Im Öffentlichen Raum hätten Geflüchtete in letzter Zeit zusätzliche mit vermehrten rassistischen Anfeindungen zu kämpfen, so Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.
Gisela Merkel-Manzer, Pfarrerin der Hoffnungskirche, seien die beengten Verhältnisse im neuen Heim sehr nahe gegangen, sie sei aber froh darüber, dass sich ca. 350 Menschen an diesem Abend in der Kirche zusammengefunden hätten, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.
Die weiteren Gäste, Martin Seidel, Bürgermeister für Soziales, und Christian Behr, Superintendent Dresden-Mitte, wiesen darauf hin, dass Informieren und Dialog von den BürgerInnen bis zur Institutionsebene unabdingbar sei, um ein Miteinander zu ermöglichen.

Um mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen, hatte sich das Löbtauer Netzwerk eine besondere Methode ausgedacht. In kleinen „Murmel“-Gruppen wurden Fragen diskutiert und auf Zettel geschrieben, die anschließend nach Schwerpunkten geordnet, für alle sichtbar angebracht und im Podium beantwortet wurden. Für die Initiative war es überraschend, wie wenig Kontroverse dabei entstand. Dr. Petra Schickert bemerkte dazu, dass solche Veranstaltungen „in anderen Stadtteilen ganz anders ablaufen“.
Die meisten Fragen bezogen sich auf die Sicherheit der Bewohner des Heims, was René Kolodziej, Leiter des Polizeireviers Dresden-West, ebenfalls in Erstaunen versetzte. Sonst werde er immer gefragt, wie Anwohner vor Heimbewohnern geschützt werden. Beruhigend fügte er hinzu, dass die Kriminalität um die anderen Dresdner Heime herum nicht angestiegen sei.

Das Netzwerk hofft nun, dass die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt besser funktioniert und dass auch auf Landesebene der „schwierige Lernprozess“, von dem Dr. Eva-Maria Stange sprach, voranschreitet.

An diesem Freitag, 30.01.2015, findet im neuen Übergangswohnheim, Tharandter Straße 8, von 12 – 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt.

Rund 350 Besucher sind gekommen. Rund 350 Besucher sind gekommen. Die Fragen werden sortiert und auf die Tafeln verteilt. Minolta DSC

Links:

Pressemitteilung des Netzwerks vom 28.01.2015

Neue Asylunterkunft in der Tharandter Straße:
Bürgernetzwerk hofft auf bessere Zusammenarbeit mit Sozialamt

Das Bürgernetzwerk „Willkommen in Löbtau“ hofft auf eine bessere Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, wenn es um die neue Asylunterkunft auf der Tharandter Straße 8 geht. Für den Tag der offenen Tür im Heim  am 30.1. hatte das Netzwerk ein Programm für BesucherInnen entwickelt. Das zuständige Sozialamt setzte sich jedoch erst am 28.1., nur zwei Tage vor dem Tag der offenen Tür, mit dem Netzwerk an einen Tisch. In einer Pressemitteilung der Stadt vom 27.1. hieß es dagegen, man habe das Netzwerk bereits in die Organisation eingebunden.

Anfang Februar soll mit der Tharandter Straße 8 das erste der neuen Asylheime in Dresden öffnen.
Für den Tag der offenen Tür am Freitag, 30.1., hat die Bürgerinitiative „Willkommen in Löbtau“ Anfang Januar ein Programm für die BesucherInnen erarbeitet. Das Programm sollte Fragen rund um das Thema Asyl klären und sich Vorurteilen gegenüber Geflüchteten thematisieren.

Das Netzwerk kontaktierte das zuständige Sozialamt. Wochenlang warteten die Löbtauer Ehrenamtlichen auf einen Termin mit dem Sozialamt. Erst am 28.01., zwei Tage vor dem Tag der offenen Tür, kam es zu einem Treffen mit Sozialamt und Heimbetreiber. Bereits am 27.01. gab die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt, man habe das Netzwerk in die Organisation vom Tag der offenen Tür mit einbezogen. Darüber zeigte sich das Netzwerk verärgert: „Anders als die Stadt es darstellt, wurden wir nicht ins Boot geholt, sondern mussten uns hineinzwängen.“ sagt Frederik Kuschewski, ein Sprecher des Netzwerks. In der Pressemitteilung der Stadt hieß es auch, aus Platzgründen könne es im Heim selbst kein Begleitprogramm geben.

Bei dem Treffen signalisierte das Sozialamt auch die Bereitschaft, in Zukunft enger mit dem Bürgernetzwerk zusammenzuarbeiten und tauschte sich gemeinsam mit dem Übergangsbetreiber, der Human Care GmbH über Fragen der Betreuung und des Wachschutzes aus. „Wir freuen uns darüber, dass das Sozialamt eine bessere Kooperation anstrebt“, sagt Frederik Kuschewski. Gerade angesichts der aktuellen Lage in der Stadt sei es wichtig, dass alle AkteurInnen am selben Strang ziehen. „Nun hoffen wir, dass das Sozialamt diese auch umsetzt.“

Nach einer gemeinsamen Begehung des Heims bei dem Treffen stimmte das Sozialamt schließlich einem kleinen Programm im künftigen Heim zu. Dort soll zum Beispiel ein Kennlernstadtplan entstehen: BesucherInnen können auf einer Stadtteilkarte wichtige Orte wie Apotheken oder Supermärkte einzeichnen, um den Geflüchteten bei der Orientierung in Löbtau zu helfen.

Am Mittwoch veranstaltete das Bürgernetzwerk „Willkommen in Löbtau“ eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Titel „Geflüchtete in Löbtau – eine Herausforderung?!“, an der auch Sozialbürgermeister Martin Seidel teilnahm.

Kundgebung am 2. Februar um 18 Uhr auf dem Postplatz

Erster Dresdner KneipenchorBaranButzOffbeat CooperativeOffbeat Cooperative für VielfaltBürgerbühne Dresden

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Weitere Infos

Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Initiativen oder Institutionen, die sich für eine offene Kultur der Kommunikation auch in unserer Stadt einsetzen und Migranten und Flüchtlinge in ihrer Stadt willkommen heißen.

Es wird ein buntes Programm mit Reden für eine offene Willkommenskultur geben, der Dresdner Kneipenchor singt, die Bands BaranButz und Offbeat Cooperative werden auftreten, die Bürgerbühne zeigt eine Performance und der Platz wird von Straßenkünstlern bespielt sein.

Read more

All citizens, associations and institutions, that support an open culture of communication across our city and welcome migrants and refugees in Dresden, are invited to take part.

Apart from several speeches promoting an open welcoming culture, the colourful programme will include performances by Dresdner Kneipenchor, the bands BaranButz and Offbeat Cooperative, Bürgerbühne Dresden as well as various street artists.

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Am 05./06./07. Februar ballt sich das #WOD-Programm in den Dresdner Kulturstätte…

Am 05./06./07. Februar ballt sich das #WOD-Programm in den Dresdner Kulturstätten. Infos folgen. Vorher, nämlich am 03.02., zeigt das #BündnisBuntesRadebeul wie's richtig geht und läd zur „PLAUDERSTUNDE“ im Asylbewerberheim Radebeul Naundorf !

Jeden 1. Dienstag im Monat von 17.00 – 19:00 Uhr richtet der Flüchtlingshilfe-Verein Bündnis Buntes Radebeul eine Plauderstunde im Asylbewerberheim, Radebeul-Naundorf aus. Zurzeit leben in der Unterkunft 110 Flüchtlinge u.a. aus Tunesien, Pakistan, Afghanistan und Syrien. Die Atmosphäre bei dieser Plauderstunde ist sehr aufgeschlossen; hier wird jedem die Möglichkeit eröffnet, mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Einige Mitarbeiter der Landesbühnen Sachsen haben diese Chance in der Vergangenheit bereits wahrgenommen und unser Ziel ist es, dass jeder Interessierte auch zukünftig diese Möglichkeit zum „Kennenlernen“ der Flüchtlinge nutzt.

Löbtauerinnen und Löbtauer diskutieren über Flüchtlinge

Schon nächste Woche kommen vielleicht die ersten Flüchtlinge nach Löbtau. Seit Dezember 2014 engagiert sich das Netzwerk “Willkommen in Löbtau” für eine positive Aufnahme der neuen Nachbarn.

Diesen Mittwoch, 28. Januar 2015, steht nun eine Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion an, die das Netzwerk seit Dezember vorbereitet. Unter dem Titel “Geflüchtete in Löbtau – eine Herausforderung?!” sind alle Löbtauerinnen und Löbtauer in die Hoffnungskirche, Clara-Zetkin-Str. 30 eingeladen, um sich zu informieren und zu diskutieren. Für das Podium haben u.a. der Sozialbürgermeister Martin Seidel, die Landtagsabgeordnete und Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange, ein Flüchtling und eine Sozialbetreuerin zugesagt (siehe Plakat).

Die Fragen, Kommentare und Kritik aus dem Publikum werden von Mitgliedern des Netzwerks gesammelt und sortiert, damit kein Argument untergeht und damit sich auch jene Menschen äußern können, die keine geübten Redner sind. Größtmögliche Transparenz ist dabei das Ziel.

Kommen Sie vorbei und reden Sie mit! Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, den 30. Januar 2015 findet dann der Tag der offenen Tür im zukünftigen Übergangswohnheim statt und in der darauffolgenden Woche wird das Übergangswohnheim bezogen werden.

Links:

Aushang an der Haltestelle "Tharandter Straße"

Ihr wisst es alle längst: Offen und bunt – Dresden für alle! Morgen am Neumarkt!…

Ihr wisst es alle längst: Offen und bunt – Dresden für alle! Morgen am Neumarkt! Es werden noch helfende Hände und Spenden gesucht… alle anderen sind als Publikum herzlich willkommen.


Fotos von Bündnis für ein offenes Dresdens Beitrag in Offen und bunt – Dresden für alle!
Heute: Bühnenaufbau Morgen ist es soweit. Kommt zahlreich und bunt! Kommt rechtzeitig, um euch einen guten Platz zu sichern! Freuen uns über Deine Spende: http://www.dresden-place-to-be.de/donations Freuen uns über Deine Unterstützung als Ordnungshelfer (schick uns Deine E-Mail Adresse)