Aktuelles

Wir sind wieder mit dabei – am 8.4. zur Elbwiesenreinigung

Wir freuen uns auf alle, die mit Lust und Laune die Aktion unterstützen.

Treffpunkt: 9.00 Uhr am Heim in Pappritz oder in Niederpoyritz an der Schanze (gegen 9.30 Uhr).

Handschuhe und Abfallsäcke sind vorhanden.

Wenn möglich, bitte Arbeitsgeräte mitbringen: Rechen, Mistgabeln, Schaufeln, Schubkarren.

Das Hochwasser hat  viel Stroh und Heu angespült. Das soll gleich in einen Container gepackt werden.

Nach getaner Arbeit wird gefeiert:  wie jedes Jahr wird es eine vegetarische Suppe geben. Für Getränke ist gesorgt.

Wir bitte um kurze Rückmeldung, wer die Aktion mit unterstützen kann.

Danke und herzliche Grüße Angela Gierke

Freizeit@willkommen-im-hochland.de

Drachenbootrennen zum Elbhangfest – Wir sind wieder dabei

Wenn wir 2016 auch nicht die Schnellsten und Perfektesten waren, so hatten wir doch viel Spaß.

Der Herzenspreis der Zuschauer ging auf alle Fälle an uns!

Die Heimbewohner und wir – ihre Unterstützer – haben uns mal von einer anderen Seite kennen gelernt. Das war vielleicht das Schönste!

Also: Mitmachen ist alles und eröffnet neue Perspektiven!

Habt ein bisschen Mut und steigt mit ein in unser Boot!

Termin des Drachenbootrennens : 24. und 25. Juni am Blauen Wunder (Loschwitzer Seite)
Zwei Bedingungen: Schwimmen muss man können! Bereitschaft zu einem Training  am 10./11.06. muss vorhanden sein.
Ich freue mich auf alle Teilnehmer!

Bitte meldet Euch an: Freizeit@willkommen-im-hochland.de

Danke und liebe Grüße Angela Gierke

Mitgliederversammlung

„Die Gefahr des Populismus nicht unterschätzen“

Dresdens Oberbürgermeister, Dirk Hilbert, hatte sich viel Zeit genommen, um bei unserer diesjährigen Mitgliederversammlung die Arbeit von Verein und Initiative „Willkommen im Hochland“ kennenzulernen.  Er  lobte den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer. Je besser Flüchtlinge und Asylsuchende betreut würden, umso größere Fortschritte machten sie beim Erlernen der deutschen Sprache und bei der Integration.

Michael Bockting dankte als Vorsitzender des Vereins dem OB dafür, dass er Dresden unter anderem mit der Bus-Installation des syrischen Künstlers Manaf Halbouni  ein offeneres Gesicht gegeben habe.

Hilbert berichtete über die vielfältigen Reaktionen auf das Mahnmal  – etwa 170 Zuschriften ins Rathaus pro Tag! – bei denen Tonfall und Wortlaut zum Teil „erschreckend“ gewesen seien. Allerdings seien nur etwa 20 Prozent dieser Wortmeldungen aus Dresden gekommen, der überwiegende Teil aus dem gesamten Bundesgebiet.  Weil aber auf diese Weise Druck auf politische Entscheidungsträger ausgeübt und in der Öffentlichkeit Stimmung gemacht werden soll, warnte Hilbert davor, die „Gefahr des Populismus“  zu unterschätzen.

In Dresden soll es im Zuge der Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 zusätzliche Bürgerdialoge geben, in denen man sich über die Arbeit der Verwaltung informieren und seine Sorgen und Ängste vortragen kann, so beim „Offenen Rathaus“ im Juni. Der Neumarkt soll nach Hilberts Worten ein Ort der öffentlichen Diskussion werden, in dem sich auch künftig die Geister an Werken zeitgenössischer Kunst scheiden können.

Dialog braucht Respekt

Dass man unterschiedliche Standpunkte erörtern kann, ohne sich anzuschreien oder zu beleidigen, beweist seit gut zwei Jahren unsere Arbeitsgruppe „Dialog“. Sie hat zahlreiche Gespräche mit Pappritzer Bürgern geführt, vor allem mit solchen, die große Angst vor den neuen Mitmenschen aus dem Ausland hatten.  Manche sehen ihre Befürchtungen in der Wirklichkeit nicht bestätigt. Andere fühlen sich durch das Heim belastet. Und natürlich gibt es auch welche, die nach wie vor überhaupt keinen Dialog wollen.

Neue Anforderungen

Unsere Sprachgruppe  bietet seit zwei Jahren zuverlässig und mit erheblichem Zeitaufwand täglich sechs Stunden Deutschunterricht und praktische Hilfe vor allem für die neuen Heimbewohner an. Die Freizeitgruppe bietet mit einem umfangreichen Sport- und Ausflugsprogramm vielfältige Begegnungsmöglichkeiten. Für Sprachunterricht und Begegnungscafé ist die Alte Schule in Pappritz eine wichtige Anlaufstelle, auf die niemand verzichten möchte. Die Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ pflegt diese Homepage und den Facebook-Auftritt von „Willkommen im Hochland“; außerdem informiert sie in der Reihe „Donnerstalk“: Kulturen der Welt“ über die Herkunftsländer unserer Heimbewohner.

Allerdings beschränkt sich die Betreuung längst nicht mehr nur auf Heimbewohner. Denn mit jeder Anerkennung eines Asylantrags sind unsere Helfer gefordert, Unterstützung bei Wohnungssuche und Umzug zu geben. Unsere Spendengruppe sucht mittlerweile hauptsächlich Mobiliar und andere Ausstattungsgegenstände für Wohnungseinrichtungen.  Ein geeignetes Fahrzeug für diese Transporte ist der Traum aller Umzugshelfer und Spendensammler.  Das würde uns erheblichen Organisationsaufwand ersparen.  Wer uns dabei helfen kann, ist höchst willkommen.

Syrienabend mit dem syrischen Grafikdesigner Wael Al Wareeth

Donnerstag, 9. Februar 2017, 18:00 Uhr

Ort: Initiative Christen für Europa e.V. (=ICE), Wachwitzer Höhenweg 10, 01328 Dresden

Unser Bild von Syrien ist aktuell geprägt von den Bildern des furchtbaren Bürgerkrieges. Wael Al Wareeth, der seit November 2015 im Pappritzer Übergangsheim lebt, möchte an diesem Abend die reiche und vielfältige syrische Kultur in den Mittelpunkt stellen mit Filmen, Musik und typischen Speisen. Im Zentrum steht Damaskus, eine der ältesten Städte der Welt. Damaskus war angeschlossen an die Seidenstraße, so dass sich in der Stadt seit der Antike und bis in das 20. Jahrhundert Religionen und Kulturen begegneten und befruchteten.

Seit rund zwanzig Jahren widmet sich Anke Scharrahs der Restaurierung von historischen Zimmern aus Syrien, vor allem aus Damaskus, wo sie arbeitete und forschte. Sie wird gemeinsam mit Wael Al Wareeth Kultur und Alltag, vor allem aber die Schönheit der Stadt Damaskus vorstellen.

Es ist ein offener Abend, zu dem alle herzlich eingeladen sind, die kommen wollen.

Christine Bücher

für den Vorstand

Wael Al Wareeth: Thank you Dresden

Am 13. Februar wird der 2015 nach Deutschland geflüchtete syrische Künstler und Grafik Designer Wael Al Wareeth Deutschland verlassen und nach Jordanien fliegen. Nach fünf Jahren Trennung von seiner Frau Ruba sieht er gegenwärtig keine andere Möglichkeit diese  wiederzusehen und mit ihr zusammenzuleben. Die gegenwärtige Rechtslage lässt eine Familienzusammenführung in Deutschland auf absehbare Zeit nicht zu.

Aus Anlass seines Abschieds verschenkt er bis zum 13. Februar 2017 die digitalen Drucke „The Third Eye“, „Masha Allah“ und „Das Lied der Deutschen“ und bittet als Gegenwert um Spenden für die Restaurierung des Dresdner Damaskus Zimmers in Höhe von 250 bzw. 700 EUR.

Drucke, die bis zum 3. Februar in Auftrag gegeben werden, werden signiert.

Den Artikel aus der Sächsischen Zeitung ist online zu finden unter dem Link: https://www.sz-online.de/nachrichten/kultur/wie-ein-elefant-im-eismeer-3590772.html

Hier noch der Link zum Förderverein des Damaskus Zimmers: http://www.damaskuszimmer.de/Aktuelles_Spenden.html

Oh du fröhliche …

… Kinder und Erwachsene mit leuchtenden Augen musizierten und sangen an Heiligabend im Pappritzer Wohnheim Weihnachtslieder, lauschten der Geschichte der „Vier Kerzen“ (Frieden – Glauben – Liebe – Hoffnung) und hörten aufmerksam den Klängen der Hörner sowie der Gitarre und Ukulele zu.

Viele Heimbewohner und Flüchtlingsfamilien außerhalb des Wohnheims sowie Jugendliche aus dem benachbarten AWO Kinder- und Jugendhaus waren der Einladung unseres Vereins Willkommen im Hochland gefolgt. Alle freuten sich über ein kleines Geschenk, die Weihnachtsmusik und Gespräche; sie waren sehr dankbar.

Unser besonderer Dank gilt den Hornisten und Gitarristen für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung.

Unser Meister der Zahlen heißt Mohammad!

rummy-meister

Im Rahmen der Adventsfeier am 4. Dezember in Pappritz überreichte Wael Al Wareeth seinen ausgelobten Preis samt künstlerisch gestalteter Urkunde vor großem Publikum an Mohammad Mabda aus Syrien. Mohammad durfte sich über viel Beifall und Anerkennung freuen. Er hatte sich bei der Rummy-Meisterschaft nach einem langen, intensiven und unterhaltsamen Wettkampf verdient gegen eine starke und engagierte Konkurrenz durchgesetzt.

Zu den Spieleabenden im Pappritzer Wohnheim sind alle (Heimbewohner und Unterstützer) herzlich willkommen. Auch Anfänger und „Amateure“ haben viel Spaß bei Gesellschaftsspielen, wie z. B. „Mensch ärgere Dich nicht“, „Halma“, „Memory“, „Letra-Mix“, „Rummy“ und „Schach“. So lernen wir uns spielend besser kennen.

„Willkommen in Löbtau“ erhält Dresdner Integrationspreis für AG „Ausbildung und Arbeit“

Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Dirk Hilbert hat unser Netzwerk für die Arbeitsgemeinschaft „Ausbildung und Arbeit“ mit dem Dresdner Integrationspreis 2016 ausgezeichnet. Der Preis ehrt erfolgreiches Engagement für die Integration von Migrantinnen und Migranten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und wurde am 20. Dezember 2016 zum ersten Mal vergeben. Gewürdigt werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten. Es ist eine große Ehre für unsere Arbeitsgemeinschaft und das Netzwerk „Willkommen in Löbtau“, diesen Preis entgegennehmen zu dürfen. Wir freuen uns ganz besonders für die von uns gegenwärtig und zukünftig unterstützten Migrantinnen und Migranten über diese Anerkennung unseres gemeinsamen Engagements.

In der AG „Ausbildung und Arbeit“ laufen derzeit über 60 langfristige persönliche Patenschaften mit Geflüchteten aus mindestens elf Herkunftsländern, wobei neben Syrien (über 50%) insbesondere Somalia, Eritrea, Pakistan und Marokko vertreten sind. Das Alter reicht von 20 bis über 50 Jahre, die Schulbildung von Hauptschule bis Universitätsabschluss. In individuell angepasster Weise unterstützen die Pat/inn/en insbesondere die Erstellung von Lebensläufen und Bewerbungen, begleiten bei Behördengängen, unterstützen bei Telefonaten und Briefen, helfen bei der Vermittlung von Kontakten, der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Eignungstests oder beim Lernen für Berufsschule oder Studium. Während dieses Prozesses entsteht ein sehr persönliches Betreuungsverhältnis, bei dem auch in Aspekten des Asylverfahrens nach Möglichkeit geholfen oder an kompetente Stellen vermittelt wird.

Die ersten 11 Patenschaften für Geflüchtete aus Löbtau konnten im Mai 2015 bei einem Informationsabend in der Hoffnungskirche nach vorheriger Vernetzung mit mehreren Beratungseinrichtungen in Dresden geschlossen werden. Ihre heutige Größe erreichte die AG durch einen von Anja Hartner, Michael Kobel, Manuela Lang, Martin Mittelbach und Gesine Wegner organisierten öffentlichen Informationsabend im November 2015 im Hörsaalzentrum der TU Dresden. Dabei konnten 30 weitere Pat/inn/en gewonnen werden und es entstanden Patenschaften mit fast 70 Geflüchteten aus verschiedenen Stadtteilen.

Die Zusammenarbeit mit anderen AGs (wie AG Sprache und AG Kochabend) innerhalb des Netzwerks „Willkommen in Löbtau“ bietet ideale Randbedingungen für regelmäßige Treffen und den Aufbau vertrauensvoller Kontakte zu den Geflüchteten. Über monatliche Stammtische zum Erfahrungsaustausch der Pat/inn/en und regelmäßige Informations- und Vernetzungsabende – auf der einen Seite mit Behörden, Beratungsstellen, Arbeitgebern, HWK und IHK und auf der anderen Seite mit Ehrenamtlichen und Unterstützungsnetzwerken – schafft sich die AG einen stetig wachsenden Pool an Erfahrungen und Kontakten. Im internen Wiki des Netzwerks werden wichtige Informationen und Kontaktadressen gesammelt.

„Das Projekt zielt darauf ab, die Geflüchteten zu befähigen, sich selbstständig in dem für sie ohne Hilfe schwer durchschaubaren Strukturen des deutschen Ausbildungssystems und Arbeitsmarkts zurechtzufinden.“, erklärt Michael Kobel, der die AG koordiniert. „Wir erfahren jeden Tag, wie bereichernd es sein kann, gemeinsam mit Mitmenschen aus verschiedensten Ländern zu versuchen, Herausforderungen zu meistern, die selbst uns oft noch nicht begegnet sind“. „Den Weg für erfolgreiche Integration bilden Sprache, soziale Kontakte und schließlich Ausbildung und Arbeit. Eine Begleitung in Patenschaften ist daher sehr gut geeignet, um geflüchtete Menschen wirksam zu unterstützen.“ so Martin Mittelbach weiter. Dies scheint zu funktionieren: bereits nach einem Jahr befinden sich ca. die Hälfte der betreuten Geflüchteten in Arbeitsgelegenheiten, Praktika, oder Arbeitsverhält­nissen und ca. 10% sogar schon in Ausbildung oder dauerhafter Anstellung. Alle anderen bereiten sich in Deutsch- oder Integrationskursen auf Ausbildung und Arbeit vor.

Eine Kontaktaufnahme mit der AG ist jederzeit über das Kontaktformular auf Seite „AG Ausbildung und Arbeit“ möglich.

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