Aktuelles

Es ist wieder soweit! Am 14. April „geht es an den Dreck“!

Die Elbwiesenreinigung ruft!

Gemeinsam mit Heimbewohnern wollen wir die Elbwiesen von angeschwemmtem Müll und Holz befreien.

Treffpunkt ist am Samstag, 14.04.18, 9.00 Uhr am Heim in Pappritz oder zwischen 9.00 und 9.30 Uhr direkt an der „Schanze“ in Niederpoyritz (Laubegaster Straße).
(Arbeitshandschuhe werden gestellt. Eigene Schaufeln, Rechen, Gabeln (mit Markierung) sind ggf. hilfreich.)

Nach getaner Arbeit laden wir zu Suppe und Gespräch am Feuer ein.

Gern können Sie noch Freunde und Bekannte mitbringen – besonders sind auch ehemalige Heimbewohner herzlich willkommen!
Wir freuen uns auf den gemeinsamen Vormittag und wünschen bis dahin eine schöne Zeit!.

Angela Gierke im Namen der Freizeitgruppe

Es geht nur Miteinander!

Unter dem Titel „Von Weimar nach Dresden“ hatte sich der stellvertretende Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Dr. Bert Pampel, im November in der SZ an einer Analyse des Nährbodens des Populismus und der Gefahren für unsere Demokratie versucht. Sein Artikel gipfelte in Sätzen wie „Gefahr droht durch die weitere Einwanderung von Millionen Menschen, die weder unsere Sprache sprechen noch unsere kulturellen, religiösen und politischen Überzeugungen teilen.“

Die Replik des Leiters unserer Arbeitsgruppe „Ausbildung und Arbeit für Geflüchtete“, Michael Kobel, ist unter „Es geht nur Miteinander“ in der SZ-online zu finden ist. Hier einige Auszüge:

Sind wir denn immer noch das „Land, das nicht versteht, dass ‚fremd‘ kein Wort für ‚feindlich‘ ist“, wie es die Toten Hosen schon vor 25 Jahren sangen? Oder sind wir gar schon wieder das Land, in dem „Deutsch sein“ zum Wert an sich erhoben wird?

Man könnte es fast meinen, liest man, was ich letzte Woche auf meinen Tweet „Ich investiere jede freie Minute in die Begleitung Geflüchteter und helfe auch Einheimischen bei der Ausbildung. Für mich zählt der Mensch, nicht die Herkunft“ entgegengeschleudert bekam: „Sie sind kein Deutscher!!!“

Miteinander, Respekt und Verantwortung, das sind keine einseitigen Überzeugungen, sie sind auf ein Gegenüber, ein „Füreinander“ gerichtet. Integration ist daher keine Bringschuld der neu Zugewanderten, sie ist ein beidseitiger, langwieriger Prozess. Zuwanderung verändert eine Gesellschaft, erfordert Offenheit und Toleranz. Vielleicht ist es das, was uns fehlt: das Bewusstsein, dass nicht ein abstrakter Staat für uns zu sorgen hat, sondern dass am Ende die Zivilgesellschaft ein verantwortungsvolles Miteinander in Respekt und Vielfalt leben muss. Nur wenn man respektvoll um Positionen ringt, können am Ende gemeinsame Ziele gefunden werden.

Lasst uns mehr sein als nur deutsch. Lasst uns menschlich sein und es auch bleiben! Ich spreche aus eigenen guten Erfahrungen in meiner täglichen ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten und ich bleibe optimistisch, dass uns dies auch gelingen wird.

Bei schönem Wetter kann jeder feiern

Als wir uns am ersten Sonnabend im Febraur zu unserem Winterspaziergang am Goldenen Reiter trafen, war es zwar kalt, aber zuweilen schien noch die Sonne. Während die Ur-Dresdner fast vollständig erschienen, musste mancher von unseren betreuten Flüchtlingen erst überredet werden, die Bettdecke zurückzuschlagen oder die Wasserpfeife wegzulegen. Am Ende waren es aber fast genau 40 Personen, die mit uns zum Blauen Wunder spazierten und dort ein Picknick am Lagerfeuer genossen.
Dank einer befreundeten Familie, die mit ihrem Patenkind (ü35) extra aus dem oberen Osterzgebirge gekommen waren, brannte schon ein wärmender Grill, als wir gegen 16 Uhr unterhalb des Körnergartens an der Elbe eintrafen. Über anderen Feuern wurde Apfelpunsch und Glühwein warmgemacht. Gegrillte Pilze, Würstel, Aufstiche, frisches Brot, kleine Leckereien oder über dem Feuer erwärmte Marshmellows für die Kinder – das Angebot an Speisen war vielfältig. Und obwohl sich das Wetter am späten Nachmittag nicht zwischen Schneefall und leichtem Sprühregen entscheiden konnte, löste sich unsere Gruppe dann doch erst nach 19 Uhr auf.

Wir freuen uns auf das nächste Mal
Sibylle und Heiko

Ausschreibung für zwei Koordinationsstellen auf Minijob-Basis

Seit Dezember 2014 begleiten und fördern die Ehrenamtlichen des Netzwerks Willkommen in Löbtau geflüchtete Menschen aus Dresden und Umgebung bei ihrem Integrationsprozess. Neben zahlreichen wöchentlichen Angeboten, wie einem interkulturellen Kochabend, einem offenen Garten, einem Sprachabend und -café, einer Nähwerkstatt, einem Fußballtreff und einer Fahrradwerkstatt, betreibt das Netzwerk außerdem einen Spendenraum, einen Lernraum und unterstützt Geflüchtete mit Hilfe von langfristigen Patenschaften bei ihrer Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Im Rahmen der nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Arbeit suchen wir ab 01.03.2018 auf Minijobbasis 2 Koordinator*innen für die Organisation des Netzwerks Willkommen in Löbtau e.V. und dessen AG Ausbildung & Arbeit. Das Hauptaufgabenfeld eines/r Stelleninhaber*in soll die Koordination der Organisation des Gesamtnetzwerks sein, während der/die andere Stelleninhaber*in die Koordination der AG Ausbildung & Arbeit unterstützen soll. Einzelne Aufgaben der Stellen können je nach Bedarf oder Erfahrung des/der Kandidat*innen auch auf die andere Stelle übertragen werden. In jedem Fall ist eine enge Zusammenarbeit erwünscht.

Die Bewerbungsfrist endet am 12.02.2018.

Hier geht es weiter zur kompletten Stellenausschreibung…

Sonntagsausflug

Am 24. September war es wieder einmal soweit: wir unternahmen einen Sonntagsausflug – diesmal nicht in die Sächsische Schweiz sondern ins Nordwestlausitzer Bergland.

Wir trafen uns gegen 12.00 Uhr in Pappritz. Insgesamt ungefähr 20 Leute verteilten sich auf die PKW’s und fuhren zum Parkplatz an der Luchsenburg in der Nähe von Ohorn. Von dort „erklommen“ wir den Hochstein (449m).

Danach gab es kurz unterhalb des Gipfels das schon traditionelle Picknick. Der Regen des Vormittags hatte aufgehört – allerdings war die Fernsicht gleich Null.

Dafür gab es bei den vielen Gesprächen untereinander so manche Einsicht. Und das ist sicherlich auch ein wichtiger Aspekt einer solchen Veranstaltung. Bis zum nächsten Mal.

Long Island Radio berichtet über das Neue Leben Geflüchteter in Dresden

Auf ihrem Pulitzer Traveling Fellowship hat sich die Journalistin Cassandra Basler für das WSHU Long Island Radio mehrere Monate lang in Dresden umgesehen. Sie beschreibt in einem 6-minütigen Radiobeitrag, der am 3.11.17 in USA gesendet wurde, wie unser Nachbarschaftsnetzwerk „Willkommen in Löbtau“ in der Heimatstadt von Pegida Geflüchtete unterstützt, ein neues Leben aufzubauen.

In seiner Dresdner Wohnung bereitet Bassel ein Schälchen Hummus zum Verzehr nach Sonnenuntergang im Ramadan zu. © Cassandra Basler

Dabei begleitete sie auch Bassel, der vor seiner Flucht in Syrien bereits 6 Jahre lang Grundschullehrer war. Sein größter Wunsch ist es, auch hier in Deutschland junge Menschen zu unterrichten. Ohne die Hilfe seines Paten in der AG Arbeit und Ausbildung von Willkommen in Löbtau, Michael Kobel, hätte er wohl kaum herausgefunden, dass es die Möglichkeit eines sofortigen Seiteneinstiegs mit begleitendem Studium gibt. „Das ist unbeschreiblich,“ sagt Bassel, „es ist wie ein Traum für mich.“ Dafür gilt es nun erst einmal, das nötige Deutsch Niveau C1 zu erwerben, woran Bassel unermüdlich arbeitet.

Bassel verfolgt Erklärungen über die verschiedenen deutschen Schulformen im Brückenkurs der EHS für Pädagogen. ©Cassandra Basler

Zur Vorbereitung besuchte er im Sommer 2017 bereits den 4-monatigen Brückenkurs für ausländische Pädagogen an der Evangelischen Hochschule EHS Dresden. Durch thematische Workshops und Exkursionen an Arbeitsorte erweitern die Teilnehmenden ihren Horizont bezüglich eigener beruflicher Perspektiven und erhalten ein fach- und berufsbezogenes Deutschtraining. Auf die Frage der Lehrerin, Frau Sperfeld, was es bedeutet, nun mit Deutsch noch eine zusätzliche Sprache zu lernen, zieht Bassel einen erhellenden Blitz aus den ausgelegten Fotokarten.

Im Interview sagt Michael Kobel: „Meine Hoffnung ist, wenn wir die Geflüchteten ins Arbeitsleben bringen, dann werden auch die Leute von Pegida neben sich jemanden am Arbeitsplatz haben, der aus Syrien, Libyen oder Afghanistan kommt. Sie werden dann im Alltag erfahren, dass die Geflüchteten einfach Menschen sind wie Du und ich, und wir gemeinsame Werte teilen.“

 

Herzliche Einladung zu unserem Adventsfest 2017!

Plakat Adventsfest 2017

Plakat Adventsfest 2017

 

„Letztes“ großes Netzwerktreffen von Willkommen in Löbtau

Am nächsten Mittwoch dem 15.11.2017 findet ab 19.00 Uhr im Kleinen Saal der Hoffnungskirche (Clara-Zetkin-Straße 30) das „letzte“ große Netzwerktreffen von Willkommen in Löbtau statt. Aber keine Angst, wir lösen uns nicht heimlich auf. Ab 2018 werden die Netzwerktreffen jedoch durch eine große jährliche Mitgliederversammlung und regelmäßige offene Orga-Treffen ersetzt.

Ende 2014 beschloss die Stadt Dresden, ein Übergangswohnheim für 40 Asylsuchende im Stadtteil Löbtau einzurichten. Als das Thema im zuständigen Ortsbeirat Cotta auf der Tagesordnung stand, zeigte sich unter vielen Bürger*innen eine ablehnende bis rassistische Haltung gegenüber den neuen Bewohner*innen des Stadtviertels. Daraufhin schlossen sich Kirchgemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, engagierte Einzelpersonen, Vereine und Parteien aus dem Stadtteil zusammen und gründeten das Nachbarschaftsnetzwerk Willkommen in Löbtau. Aus diesem anfangs losen Zusammenschluss von über 200 Menschen konstituierte sich basisdemokratisch und allein durch ehrenamtliches Engagement eine Willkommensinitiative, die Geflüchtete weit über die Stadtteilgrenzen hinaus in ihrem Integrationsprozess fördert und begleitet. In den letzten 3 Jahren organisierten sich Ehrenamtliche in bis zu 14 Arbeitsgruppen, die vom wöchentlichen Fußball spielen bis zur Hilfe bei der Arbeitssuche in den unterschiedlichsten Bereichen Geflüchteten und Neuankömmlingen einen Einstieg in unsere Gesellschaft ermöglichen.

Um dieses Engagement auch institutionell auf ein gutes Fundament zu stellen wurde jetzt ein Verein gegründet. Der Verein ‚Willkommen in Löbtau e.V.‘ ist weiterhin offen für jeden, ob Mitglied oder nicht, dem ein tolerantes und respektvolles Miteinander in der Nachbarschaft und der Stadt wichtig ist.

Wer Interesse hat mitzuwirken ist herzlich eingeladen am kommenden Mittwoch, 15.11.2017 19 Uhr zu unserem Netzwerktreffen in die Hoffnungskirche zu kommen. Dort könnt Ihr die Mitglieder und Arbeitsgemeinschaften des Netzwerkes kennen lernen, Erreichtes gemeinsam feiern, kommende Aufgaben diskutieren, Mitglied im Verein werden oder einfach mal reinschnuppern.

Thesenpapier des Lenkungsausschusses nimmt Anregungen von Willkommen in Löbtau auf

„Machen wir die richtigen Dinge und machen wir die Dinge richtig?“

Diese Frage steht als Hauptüberschrift über einem Thesenpapier des Dresdner Lenkungsausschusses zur Integration von Zugewanderten in den Arbeitsmarkt unter Federführung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert.

Seit dem Frühjahr 2017 haben Mitglieder unserer Initiative „Willkommen in Löbtau“ in verschiedensten Gesprächen und schriftlichen Kontakten versucht, die Qualität der Sprachkurse für Geflüchtete zu hinterfragen. Grund hierfür waren Beobachtungen, dass kaum mehr als 50% der Kursteilnehmer die entsprechenden Prüfungen im ersten Anlauf schaffen. Wir kontaktierten die Bildungskoordinatoren der Stadt Dresden, suchten das Gespräch mit dem Jugendmigrationsdienst der Caritas und wandten uns auch direkt an das BAMF, welches zumeist Träger der Deutsch-Kurse ist. Gleichzeitig wurde eine Umfrage an andere Flüchtlingsinitiativen vorbereitet, wie dort die Erfahrungen sind.

Damit haben wir anscheinend eines der Hauptprobleme angesprochen, warum die Eingliederung von Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt nur sehr schwer in Gang kommt (Auszüge):

  • Integrationskurse schließen nicht mit dem Niveau für die Einzelnen ab, auf dem ein Integrationsprozess aufbauen kann und Anschlussmaßnahmen wirken können.
  • Das erlernte Sprachniveau und die schulischen Kenntnisse erfüllen bei vielen Absolventen und Absolventinnen von Integrationskursen tatsächlich nicht die Mindestanforderungen für eine berufliche Qualifizierung oder Tätigkeit.
  • Die am Arbeitsmarkt angebotenen Helfertätigkeiten sind für eine dauerhafte Integration nicht ausreichend und bieten keine lebenslange Perspektive. Am Arbeitsmarkt werden vorrangig Fachkräfte gesucht.

Das Thesenpapier wurde in der Sitzung des Lenkungsausschusses für Integration in Arbeit und Ausbildung am 12.07.2017 bestätigt. Wermutstropfen: „Die im Thesenpapier aufgestellten Aussagen und Forderungen zur Sprachförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge werden von dort nicht bestätigt.“

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Am 26. Oktober fand im Dresdner Rathaus eine Informationsveranstaltung „Deutsch lernen in Dresden“ statt. Auch hier waren wieder Mitglieder von „Willkommen in Löbtau“ dabei. In erster Linie nutzten Lehrer für Deutsch als Fremdsprache (DaZ) das Podium, um ihre Probleme mit übervollen oder inhomogenen Klassen anzusprechen. Das Eingangsreferat von Ann-Kathrin Kobelt (TU Dresden, Zentrum für Integrationsstudien) führte zu der Schlussfolgerung, dass mit der bisherigen Qualität der Sprachvermittlung eine Integration von Geflüchteten eher nicht befördert wird.

Wir als „Willkommen in Löbtau“ brachten auch hier die Probleme bei den (Jugend-)Integrationskursen zur Sprache. Insgesamt ließ sich recht viel angestauter Frust bei der Veranstaltung beobachten. Für Verwunderung sorgte Susanne von Bebenburg-Jungbluth, die als Regionalkoordinatorin beim BAMF in Chemnitz arbeitet. Sie verwies darauf, dass die Regeln vom BAMF vorgegeben seien und sie darauf keinen Einfluss habe. Desweiteren seien die für den Jugendintergrationskurs geltenden Regeln nur Richtlinien und keinesfalls bindend für die entsprechenden Kursträger.

Marcus Oertel, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte / Erwachsenenbildung und Organisator von „Deutsch lernen in Dresden“ hat zugesagt, eine Zusammenfassung dieser Veranstaltung an alle Teilnehmer zu verschicken. „Die Veranstaltung hat mir nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir mit allen Akteuren im Gespräch bleiben, um die richtigen Entscheidungen vorzubereiten, damit die vielfältigen Herausforderungen bewältigt werden. Obwohl ja auch schon viel erreicht wurde, gibt es permanent viel zu tun, zum Beispiel zum Thema Qualität in Sprachkursen. Hier bleiben wir auch weiterhin ansprechbar.“

Im Namen der vielen von uns betreuten Geflüchteten freuen wir uns, dass wir Bewegung in ein wichtiges Problem gebracht haben, welches jetzt hoffentlich recht zügig von den politisch Verantwortlichen gelöst wird.

Sibylle und Heiko Frey

Links

Einladung zum Hoffest am 2. November

Download Flyer

Zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend laden der Verein Willkommen im Hochland und das Hoftheater Weißig am 2. November in das Hoftheater ein.

In gemütlicher Atmosphäre bei Grillwurst, Sekt und orientalischen Spezialitäten können die Gäste ins Gespräch mit den Vereinsmitgliedern und Menschen aus aller Welt kommen. Dazwischen stattet das vorlaute Känguru dem Theaterdirektor Dirk Neumann einen kurzen Besuch ab.

Hoftheater Weißig

Hauptstr. 35
01328 Dresden

Beginn 17:30

Eintritt frei